Gesamtschule

Ein Riesen-Erlebnis für junge Musiker

„JazZination & Friends“ bekamen es am Wochenende mit Milan Svoboda

„JazZination & Friends“ bekamen es am Wochenende mit Milan Svoboda

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.  Bigband-Workshop und Abschlusskonzert waren große Erfolge

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16 bis 17 Stunden üben am Tag? Geradezu unvorstellbar! Vanja Kevresan schwört aber, dass es so war. Mit neun Jahren hat er die Gitarre für sich entdeckt, und es war ihm erlaubt, in der Schule mit einem geräuschfreien Übungs-Gitarrenhals unter dem Tisch zu üben. Der Wahnsinns-Einsatz hat sich für den jungen Serben ausgezahlt. Er zählt nicht nur zu den Top-Jazz-Gitarristen des Kontinents, sondern hat auch schon eine Professur an der Musikhochschule in der Belgrad.

So einen Überflieger muss sich natürlich niemand zum Vorbild nehmen. Und doch ist es einfach ein enormer Gewinn für jeden „normalen“ Jugendlichen, einmal einen derart musikverrückten Menschen kennen zu lernen und sogar ein ganzes Wochenende mit ihm Musik machen zu dürfen – ein Blick in und eine Inspiration aus einer völlig anderen Welt.

Verstärkung auch von anderen Schulen

65 Jugendliche aus Iserlohn und Umgebung haben diese Chance am vergangenen Wochenende genutzt. Die Gesamtschule Iserlohn hatte im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums ihres musikalischen Schwerpunktes zu einem offenen Bigband-Workshop mit internationaler Beteiligung eingeladen. Neben den eigenen Nachwuchsmusikern hatten sich dazu auch rund 15 auswärtige Jugendliche vor allem vom Gymnasium Letmathe und der Realschule Menden angemeldet, um in die schon bestehenden Bands „JazzTeens“ und „JazZination“ einzusteigen. Neben dem tschechischen Großmeister Milan Svoboda und dem Kölner Top-Trompeter Matthias Bergmann war dafür eben auch Vanja Kevresan angereist, um mit den Jugendlichen zu arbeiten und eine der drei Workshop-Bigbands zu leiten. Für die Register-Proben komplettierten Uwe Plath (Saxofon), Klaus Heimann (Trompete) und Peter Schulte (Saxofon) die Dozentenriege.

Vor allem bei Milan Svoboda, der mit den „Großen“ von der Gesamtschul-Bigband „JazZination“ drei ziemlich komplexe und abgedrehte Eigenkompositionen einstudiert hat, ging es dabei richtig ab.

Auch die Anfänger durften schon solistisch ran

„Wir haben wirklich sehr intensiv gearbeitet“, sagt auch Wilfried Pieper. Der Leiter von „JazZination“ hat bei den drei Svoboda-Nummern den Klavier-Part übernommen und war vom Sound, der Vielschichtigkeit der Kompositionen und den Geschichten, die dahinter stecken, ebenso begeistert wie die vielen jungen Musiker, die dabei waren.

Am Sonntag beim Abschlusskonzert, für das die Fachhochschule Südwestfalen die Bühne im sonnendurchfluteten Foyer bot, spielten aber auch die anderen beiden Bands groß auf. Bei den „JazzKids“, die mitunter echte Anfänger mit an Bord hatten, durfte jeder schon solistisch ran, und bei den „JazzTeens“, die Vanja Kevresan unter seine Fittiche genommen hatte, wurde mächtig gegroovt und gerockt.

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