Dorfleben

Entscheid zu Sporthalle steht bevor

Rund 30 Anwesende hörten in Hennen den Ausführungen von Baudezernent Thorsten Grote (hinten, 2. v. re.), Gabriele Stange (stehend) begrüßte die Gäste.

Rund 30 Anwesende hörten in Hennen den Ausführungen von Baudezernent Thorsten Grote (hinten, 2. v. re.), Gabriele Stange (stehend) begrüßte die Gäste.

Foto: Michael May

Hennen.   Beim Treff des Hennen-Kalthofer SPD-Ortsvereins nennt Baudezernent Grote neue Details zum Projekt, das ab Ende November die Gremien beschäftigen wird

Nach Jahren des Wartens soll ab Ende November Bewegung in das Thema möglicher Neubau einer Sporthalle in Hennen kommen. Ab dem 28. November (Planungsausschuss) wird das Thema die politischen Gremien beschäftigen. Nach der Sitzung des Sportausschusses am 5., könnte der Rat bereits am 11. Dezember einen Planungsbeschluss fällen. „Die Vorarbeit ist im Prinzip gemacht, die Politik muss jetzt ein Signal senden, in welche Richtung es gehen soll“, sagte dazu jetzt Baudezernent Thorsten Grote beim Treffen des SPD-Ortsvereins Hennen-Kalthof vor rund 30 Anwesenden im Hennener Meta-Bimberg-Haus.

Weiter unklar ist nämlich, in welcher Variante umgestaltet wird – ob Neubau, Anbau oder nur in Form einer Sanierung. Zwar äußerte sich Grote mit Verweis auf die Zuständigkeit des Ressorts Generationen und Bildung nicht zu Details der für nächste Woche erwarteten Beschlussvorlage – möglich scheinen aber mehrere Varianten. „Die Zahlen lassen keine eindeutige Empfehlung zu“, so Grote.

Denn: Weil die Halle nicht durch Schulen genutzt würde, bestünde in der Belegung vormittags eine Lücke, die nicht wegzudiskutieren sei. Allerdings gebe es auch keine Zahlen, die eindeutig gegen eine Variante sprechen würden.

Weiter mehrere Optionen in der Diskussion

So scheint eine Mehrfachsporthalle, wie von den Hennener Vereinen und Bürgern bevorzugt, denkbar – ob nun als Zwei- oder Dreifach-Sporthalle. Ebenso allerdings ein Anbau bei Erhalt und Sanierung des bestehenden Gebäudes, möglicherweise für Veranstaltungen wie den Hennener Karneval um ein Zelt erweitert.

Fakt ist jedenfalls, dass in nicht-öffentlicher Sitzung bereits der Beschluss für einen Flächenerwerb gefällt wurde. 14.733 Quadratmeter (qm) á 65 Euro pro qm sollen übernommen werden. Eine Fläche von 10.000 qm, dort wo das Gebäude der alten Hauptschule steht, verbleibt im Besitz eines Privatmanns. „Es ist nicht das Ergebnis, das wir ursprünglich angestrebt hatten, aber der private Eigentümer hätte das Grundstück gerne komplett im Erbbaurecht belassen“, erklärt Grote weiter.

Aktuell würden laut Grote die Querschnitte für Erschließungsstraßen vermessen („Flächen-Tetris“). Erst nach den politischen Beschlüssen könne konkret in die Planung, etwa bezüglich Verkehrsführung und Schallschutz, eingestiegen werden.

„Ein Bau, der alles möglich macht, keine Kosmetik“

Unstrittig ist, dass die umgebenden Freiflächen neu gestaltet und das Lehrschwimmbecken erhalten bleiben sollen. Laut Grote seien neben den laufenden Arbeiten weitere 50.000 Euro für eine Sanierung des Beckens in 2019 vorgesehen. Der Abriss der alten Schule gestalte sich dagegen schwierig, da sich bislang kein Unternehmen gefunden habe, dass einen marktgerechten Preis aufrufe. „Ich gehe nicht von einem Start in diesem Jahr aus, aber früh im nächsten.“

Michael Glowalla, Vorsitzender Kolpingsfamilie und Mitglied des Leitungsteams der Ortsvereine im Iserlohner Norden, mahnte erneut den Bedarf nach einer großen Lösung an. Freizeit-, Betriebs- und Gesundheitssport, dazu die Volleyball-Damen des SC Hennen, für die die alte Halle zu niedrig ist. „Eine kleine Halle nutzt uns nichts.“ Das gesamte Gelände müsse stimmig überplant werden – auch um Familien eine Perspektive zu bieten.

„Die Bürger wollen einen Bau, der das alles ermöglicht, keine Kosmetik“, erklärte die stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gabriele Stange. Anja Ihme, ebenfalls örtliche SPD, warnte, den Bedarf zu unterschätzen: „Es bringt nichts, wenn wir später wieder anbauen müssen.“ Ob nun Dreifach- oder doch nur Zweifach-Halle, aus Sicht der Vereinsvertreter ist ein Feldmaß von 42 mal 21 Metern – ähnlich wie in der Ortlohnhalle, das Minimum. Anders als seine Hennener SPD-Kollegen enthielt sich SPD-Fraktionschef Peter Leye eines Kommentars zugunsten einer bestimmten Hallenoption.

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