Coronavirus

Erste Gäste des Iserlohner Heidebads kamen aus Köln

Bei strahlendem Sonnenschein konnten die ersten Heidebad-Besucher ihre Bahnen ziehen.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten die ersten Heidebad-Besucher ihre Bahnen ziehen.

Foto: Jennifer Katz

Iserlohn.  Trotz veränderter Bedingungen sind die I95-Verantwortlichen mit dem Saisonstart zufrieden.

Durchweg zufrieden zeigt sich Ralf Brinkschulte am Tag nach dem Saisonstart im Heidebad. Der Geschäftsführer des Schwimmvereins Iserlohn 1895 sagt: „Es ist sehr gut gelaufen, es war völlig entspannt.“ Das Lächeln der ersten Gäste sei der Lohn für die Mühen der vergangenen Wochen.

Ein dickes Lob erntet Brinkschulte auch von seinem Vorstandskollegen, Schatzmeister Hans-Jürgen Michels: „Ohne sein Engagement wäre das alles nicht möglich möglich gewesen.“ Seit Beginn der Corona-Krise hatte sich der Geschäftsführer immer wieder die neuesten Informationen besorgt, engen Kontakt mit Stephanie Hennecke, Vorsitzende des Iserlohner Schleddenhofer Schwimmvereins, gehalten, um möglichst schnell beide Bäder wieder öffnen zu können. „Sie hatte beispielsweise die Idee mit den Ein- und Austrittskarten, die wir übernommen haben“, erzählt Brinkschulte, der noch am Mittwoch die letzten Exemplare besorgt hatte. Denn die kleinen Karten erleichtern die Übersicht über die Gäste, gleichzeitig werden die Kontaktdaten eingetragen.

Vereinzelt Diskussionen über Maskenpflicht

„Dafür hatten die ersten Gäste viel Verständnis, wenige Diskussionen gab es bei der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen“, so der I95-Geschäftsführer. Statt 2400 dürfen ab sofort nur noch 2000 Personen das Heidebad gleichzeitig besuchen, pro Person müssen zehn Quadratmeter Fläche gerechnet werden. Bei allen Entscheidungen werden die neuesten Vorgaben berücksichtigt, vieles müsse sich auch im Tagesgeschäft ergeben. Auch die Schwimmmeister werden in die Planungen mit einbezogen – „schließlich müssen sie das Ganze ja auch umsetzen“.

Tag eins unter den neuen Bedingungen sei, wie eingangs erwähnt, bereits bestens verlaufen. Am Himmelfahrts-Tag waren 275 Besucher im Heidebad, 188 von ihnen Mitglieder. Stichwort Mitglieder: Diejenigen, die Grundstücke mit Tor zum Heidebad besitzen, wurden vom Vereinsvorstand angeschrieben und gebeten, nicht den bequemen Weg durch den Garten, sondern den Haupteingang zu nutzen. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Besucher in den Listen eingetragen sind, wie es eben Vorschrift ist.

Besucher-Interesse im Vorfeld bereits enorm

Nicht nur Iserlohner nutzten den ersten Öffnungstag in der „Heide“: Auch aus Hagen, Schwerte und Dortmund waren sie gekommen, um endlich wieder schwimmen zu können. Beachtlich: Auch zwei Familien aus Köln hatten sich auf den Weg gemacht. „Wir in Iserlohn gehören zu den Ersten, die ihre Freibäder wieder öffnen“, weiß der Geschäftsführer, der bereits vor Donnerstag ein großes Interesse von Seiten der Besucher ausmachen konnte. „Das Telefon stand nicht mehr still“, sagt er. Auch Maja Gertz nutzte den Vatertag, wie sie auf dem Parkplatz im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. „Ich komme aus Altena oft ins Heidebad, weil ich in der Nachbarschaft groß geworden bin. Ich habe mich riesig gefreut, dass es heute losgeht“, erzählte sie mit einem Strahlen.

Gestern dann waren auch die ersten Frühschwimmer da, um ihre Bahnen zu ziehen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben