Kirche

„Erste Schritte auf Weg in die Zukunft“

Domkapitular Thomas Dornseifer (v. li.) aus Paderborn

Foto: Michael May

Domkapitular Thomas Dornseifer (v. li.) aus Paderborn Foto: Michael May

Iserlohn.   Beim Pankratius-Tag wurde am Sonntag in der gut besuchten St.-Aloysius-Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes die Pastoralvereinbarung übergeben

Zwei Jahre Vorarbeit, die nun gebührend gefeiert wurden: Am Sonntag wurde im Rahmen eines Gottesdienstes am Pankratius-Tag die Pastoralvereinbarung übergeben, die die zukünftige Arbeit der katholischen Gemeinden auf allen Ebenen im Detail regeln soll (wir berichteten). „Dies sind die ersten Schritte auf dem Weg in die Zukunft“, sagte dazu Domkapitular Thomas Dornseifer, der den 120-Seiten-Wälzer in der sehr gut besuchten St.-Aloysius-Kirche im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker an Pfarrer Johannes Hammer und Max Ullmann, jüngstes Mitglied des Pfarrgemeinderatsvorstands Heilig Geist, übergab.

Chor, Solisten und Orchester liefern den Rahmen

Der Gottesdienst bildete den Abschluss des Pankratius-Wochenendes. Seit Donnerstag hatte es aus diesem Anlass wieder mehrere Veranstaltungen gegeben. Am Sonntag erlebten die Besucher vor der Übergabe und Inkraftsetzung der Pastoralvereinbarung einen stimmungsvollen Gottesdienst. Der Kammerchor des Pastoralverbundes, Solisten und das Projektorchester lieferten mit der „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart den passenden musikalischen Rahmen.

„Wir wollen den Tag nutzen für eine Rückschau, freuen uns aber auch auf das, was vor uns liegt“, sagte Pfarrer Hammer bei seinen einleitenden Worten nach dem Einzug in die Kirche. Dornseifer hielt es später ähnlich.

Einmal im Jahr gerieten die Kirchen, katholische wie evangelische, in den Fokus der Medien, sagte Dornseifer. Nämlich dann, wenn es um die Austrittsstatistiken ginge. Dabei ginge es um mehr als Zahlen, seien die Kirchen doch die einzigen Institutionen, die noch Werte hochhielten.

Umso wichtiger sei es, sich für eine positive Zukunft jetzt auf den Weg zu machen – wie dies in Iserlohn nun mit der Pastoralverbundsvereinbarung ja auch geschehe. „Sie haben zwei Jahre dafür gearbeitet, nun darf ich sie ihnen mit Freude zurückbringen“, so Dornseifer. Zur Vergangenheit sagte der Domkapitular: „Man darf zulassen, dass es weh tut, dass bestimmte Traditionen wegbrechen und nicht wiederkehren.“ Wer dies nämlich glaube, der mache sich etwas vor.

Trotzdem sollten die Gläubigen im Bemühen um ihre Brüder und Schwestern nicht nachlassen und bereit sein, neue Wege zu gehen. Die Pastoralvereinbarung sei ein gutes Fundament dafür und Anlass, neue Dinge auszuprobieren. „Auch wenn das eine oder andere nicht funktionieren wird. Wir dürfen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und erstarren. Wir müssen unsere Zukunft aktiv gestalten“, fuhr Dornseifer fort. „Als Kirche einladend, aber nicht missionarisch.“

Anschließend verlas der Domkapitular einige Worte des Paderborner Erzbischofs Becker, der „viel Kraft, Mut und Gottes Segen“ ausrichten ließ. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es für die Gläubigen dann noch Gelegenheit, im Forum St. Pankratius einen kleinen Imbiss einzunehmen.

Wie berichtet, werden ab dem kommenden Jahr die sechs Stadtgemeinden (St. Aloysius, Hl. Geist, Hlgst. Dreifaltigkeit, St. Hedwig Nußberg, St. Josef Iserlohnerheide und St. Michael Gerlingsen) zur neuen St.-Pankratius-Gemeinde verschmelzen. Das zukünftige Rechtsmodell sieht vor, dass der Pastoralverbund Iserlohn nur noch aus drei Gemeinden (Hennen/Kalthof, St. Gertrudis Sümmern und St. Pankratius) mit eigenständigen Kirchenvorständen bestehen wird. Die Pastoralvereinbarung ist hierfür die Basis.

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