„Es sind ja meine emotionalen Partner“

Robert Schad (li.) und Gäste der Preisverleihung lauschen der Laudatio von Dr. Arie Hartog, der den Preisträger als einen der bedeutendsten, zeitgenössischen Künstler bezeichnete

Robert Schad (li.) und Gäste der Preisverleihung lauschen der Laudatio von Dr. Arie Hartog, der den Preisträger als einen der bedeutendsten, zeitgenössischen Künstler bezeichnete

Foto: Michael May

Iserlohn.  Am Freitag ist der Bildhauer Robert Schad mit dem Iserlohner Kunstpreis 2019 ausgezeichnet worden.

Es war, als würden sich alte Bekannte wiedertreffen, als Robert Schad am Freitagabend durch den Garten der Villa Wessel flanierte. Immer wieder hält er inne, freut sich, vertraute Gesichter zu sehen und kommt dabei so intensiv ins Gespräch über sich und seine Kunst, dass er fast den wichtigsten Moment verpasst: Die Verleihung des Iserloher Kunstpreises an ihn, den Bildhauer, der aus hartem Stahl filigrane Skulpturen formt, die als Kunst im öffentlichen Raum auf Plätzen in 70 Städten der Welt zu finden sind – von Moskau bis Katmandu und eben auch in Iserlohn.

Die Spuren seiner Arbeitsind in die Haut gebrannt

Seit seiner ersten Ausstellung in der Waldstadt 2014 hat dieser bescheidene und doch – ganz wie seine Werke – raumgreifende Mann einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wohl auch wegen seiner nahbaren, erdverbundenen Art, seinem ansteckenden Lachen. Die vielen Spuren von Feuer an seinen Armen zeigen, dass Schad ein Künstler aber auch ein schwer arbeitender „Malocher“ im positivsten Sinne ist.

Lehrer sollte er werden, wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, doch früh traf Schad den Entschluss, die Bildhauerei in seinen Lebens-Mittelpunkt zu stellen, und er ist froh, diesen gegangen zu sein. Der Iserlohner Kunstpreis, den Schad nun am Freitagabend während eines kleinen Empfangs in der Villa Wessel von Dr. Theo Bergenthal (Vorsitzender des Wessel-Vereins) überreicht bekommen hat, reiht sich ein in zahlreiche Auszeichnungen, die der 66-jährige Ravensburger bislang für seine Werke erhalten hat.

Und wenn er eines von ihnen irgendwo in Deutschland oder auf der Welt sieht, dann „geh’ ich mal hin und seh’, wie’s dem Kind geht“, verrät er im Gespräch mit der Heimatzeitung. Und auch, dass es für ihn eben nie leicht sei, wenn eine seine Lieblingsskulpturen zum Verkauf zur Diskussion stehe: „Es sind ja meine emotionalen Partner“, sagt Robert Schad.

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