Baumaßnahmen an Schulen

Extreme Probleme mit Projekten

Laut Bauzeitenplan soll die Erweiterung der „Villa Kunterbunt“ im Dezember fertig werden. KIM-Chefin Claudia Zawada würde keine Garantie dafür abgeben.

Laut Bauzeitenplan soll die Erweiterung der „Villa Kunterbunt“ im Dezember fertig werden. KIM-Chefin Claudia Zawada würde keine Garantie dafür abgeben.

Foto: Michael May

Iserlohn/Letmathe.  Die Erweiterung der „Villa Kunterbunt“ in Sümmern wird wohl 2019 nicht fertig, und auch die Baumaßnahme im Nordfeld Letmathe läuft nicht rund.

Kann die Erweiterung der „Villa Kunterbunt“, des Offenen Ganztagsbereichs der Grundschule Sümmern, die eigentlich schon lange fertig sein sollte, in diesem Jahr noch bezogen werden? „Der offizielle Bauzeitenplan weist die Fertigstellung für Dezember aus. Ich persönlich würde da keine Garantie aussprechen“, sagte Claudia Zawada, Leiterin des Kommunalen Immobilienmanagements, am Mittwochabend im Schulausschuss.

Denn die Bauarbeiten gingen nur „sehr schleppend“ voran. Bei der Maßnahme, die an externes Büros abgegeben worden sei, gebe es „ex­treme Widrigkeiten, die sehr schwierig in den Griff zu bekommen“ seien. „Die Schwierigkeiten sind vielfältig, die Ausschreibungen sind manchmal erfolglos.“ Dann müsse nochmals und nochmals ausgeschrieben werden. Und wenn dann doch Angebote abgegeben würden, seien sie „meistens nicht ordnungsgemäß ausgefüllt worden von Seiten der Firmen oder nicht richtig aufgearbeitet worden durch die Externen.“

Dadurch komme es immer wieder zu Verzögerungen. „Aus unserer Sicht gibt es eine mangelnde Koordinierung der Fachingenieure untereinander und ein nicht sehr günstig ablaufendes Nachtragsmanagement“, machte Claudia Zawada deutlich. Auch die Abwicklung der vorliegenden Rechnungen laufe sehr schleppend. „Das alles führt natürlich zu Kostensteigerungen, so dass wir in der vergangenen Woche mit dem städtischen Rechtsamt Kontakt aufgenommen haben.“ Die Verbindlichkeiten und Ansprüche der Stadt habe man jetzt den externen Büros gegenüber angezeigt.

Dieselbe Situation gibt es in den Schulen im Nordfeld

Und leider ist das nicht die einzige Baustelle, mit der sich das Kommunale Immobilienmanagement aktuell rumärgern muss: „Das trifft leider alles auch zum Großteil auf die Nordfeld-Schulen zu“, berichtete Claudia Zawadas Mitarbeiter Martin Bürger-Neumann. Die Abrechnung nach dem Kommunalen Investitionsförderungsgesetz habe man deswegen jetzt schon bis Ende 2020 verlängert. Man hoffe, mit den Bauarbeiten an der Brabeckschule und der Kilianschule im Frühjahr kommenden Jahres fertig zu werden.

Die Schwierigkeiten seien von Anfang an die gleichen wie in Sümmern: Die beauftragten Firmen seien „voll mit Aufträgen“ und kämen „entsprechend schleppend, so dass immer wieder Verzögerungen eintreten.“ Auch würden bei der energetischen Sanierung Materialien wie die Fenster mit falschen Maßen angeliefert und müssten teils wieder ausgebaut werden. „Es sind viele Schwierigkeiten dabei, die auf Ungenauigkeiten zurückgehen, was ich so auch noch nicht erlebt habe“, sagte Bürger-Neumann. Auch die Firmen selber seien übrigens sehr unzufrieden mit dem Zustand. Zumindest das Dach, das ebenfalls saniert wurde, sei aber inzwischen dicht. „Und Gott sei Dank sind wir mit den Leitungen beider Schulen im stetigen Kontakt und die helfen, wo sie können, und unterstützen uns“, dankte der KIM-Projektleiter.

Am Wiesengrund soll es endlich losgehen

Einen finalen Absprachetermin gibt es derweil jetzt noch in der Grundschule Im Wiesengrund, um nach fünf (!) Jahren die Vorplanung nun endlich zum Abschluss zu bringen. Schulleiterin Anja Ihme ließ noch einmal die Zeit seit den ersten Überlegungen zum Um- und Ausbau auch im Zusammenhang mit der Schließung der benachbarten Hauptschule Revue passieren: so die Überlegungen mit Containern, den Einzug der Gesamtschule Seilersee in Hauptschul-Räumlichkeiten und die Verlängerung des eigentlich erst nur für ein Jahr vorgesehenen Aufenthalts der neuen Schule – wobei sie die gute Nachbarschaft betonte – und jetzt die Unterbringung der Mitarbeiter aus der fünften und sechsten Etage des Rathauses, die bekanntlich dort aus Brandschutzgründen derzeit nicht arbeiten dürfen.

„Das ist aber nur eine temporäre Lösung“, betonte der Beigeordnete Martin Stolte. „Wir halten unser Versprechen.“ Der Planungs- und der Umbauprozess für die Verzahnung der Grundschule und ihres Offenen Ganztagsbereich werde dafür aber nicht angehalten und auch nicht verändert, und wenn er so weit fortgeschritten sei, das gebaut werden könne, ende die temporäre Lösung. „Das ist auch so mit Thorsten Grote abgesprochen, und darauf werde ich auch genau achten.“

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