Fan-Projekt

Fans packen bei Roosters-Meile an

Auf der Promenade am Seilersee trafen sich Joachim Wetzel (SiH), Ingo Genster (Stadt), Beate Evers (Stadtmarketing) und Mike Kowalski (Stadtwerke) zur Runderneuerung der Roosters-Fanmeile.

Foto: Cornelia Merkel

Auf der Promenade am Seilersee trafen sich Joachim Wetzel (SiH), Ingo Genster (Stadt), Beate Evers (Stadtmarketing) und Mike Kowalski (Stadtwerke) zur Runderneuerung der Roosters-Fanmeile. Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.   An zwei Aktionswochenenden stellen die Stadtbetriebe 30 Eimer Farbe, Graffiti-Entferner und Schmirgelpapier bereit für die Verschönerungsaktion durch Fans im Umfeld der Eissporthalle.

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Eine ganz legale Fanmeile in Blau-Weiß soll an der Seilerseepromenade vom Restaurant „Mongolia“ bis zur Eissporthalle entstehen – und die Roosters-Fans dürfen mitwirken. Zur Feinabstimmung trafen sich Beate Evers vom Stadtmarketing, Ingo Genster von der Stadt mit Joachim Wetzel vom Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer (SIH) und Mike Kowalski von den Stadtwerken. Ihr Plan, den sie im Vorfeld mit dem Fan-Beauftragten der Roosters, Matthias Schlüter, besprochen haben: An zwei Aktions-Wochenenden im September sollen Fans zusammen mit dem Stadtbetrieb das Umfeld der Eissporthalle verschönern.

„Dazu stehen bereits 30 Eimer Farbe bereit“, erklärt Beate Evers. Und Mike Kowalski vom Stadtwerke-Marketing zählte durch: 14 Bänke, acht Lampen und sechs Mülleimer sollen runderneuert werden. Das Ganze soll dann mit einem Grillen für die Helfer seinen Abschluss finden. Mit dem Fan-Beirat werden die Termine in Kürze abgestimmt, sagt Kowalski.

Nacht- und Nebelaktionvor den Eishockey-Play-offs

Die Initialzündung zu der Aktion, die mit Unterstützung von Sponsoren realisiert werden soll, erfolgte durch unsere Berichterstattung über die blau-weiße Fanmeile, die im vergangenen Jahr im Vorfeld der Eishockey-Play-offs 2016 in Nacht- und Nebelaktionen rund um die Eissporthalle im vergangenen Jahr entstanden war.

Wie berichtet, hatten unbekannte Roosters-Fans im Seilersee-Naherholungsgebiet Bänke, Steine, Papierkörbe und Laternenmasten in den Vereinsfarben Blau-Weiß angemalt oder besprüht und mit blau-weißem Klebeband versehen. Nach einer Reinigung durch die Stadtbetriebe hatte sich das nächtliche Fan-Farbspiel aber wiederholt, das durch die Wettereinflüsse mittlerweile aber noch unansehnlicher geworden ist.

Das Echo in der Bevölkerung war groß. Überwiegend wurde die Aktion kritisch als Sachbeschädigung und Schmiererei eingestuft. „Nichts gegen fachgerechte Deko im Bereich der Eissporthalle, aber das kann man doch auch öffentlich in Form eines Fan-Projektes machen, abgestimmt mit der Stadt und etwas dauerhafter“, lautete damals ein konstruktiver Vorschlag. Den griff Stadtwerke-Chef Dr. Klaus Weimer auf, der weitere Mitstreiter bei der Stadt, dem Stadtbetrieb und dem Stadtmarketing für diese Idee gewinnen konnte. Und als Sponsoren neben den Stadtwerken, die Wirtschaftsinitiative und die Märkische Bank.

Beim Ortstermin am Mittwochnachmittag nahmen deren Vertreter die laienhaft dekorierte blau-weiße Möblierung in Augenschein. Dabei signalisiert Ingo Genster von der Abteilung Stadterneuerung und Freiraumplanung, dass zunächst mit Hochdruckreiniger die Farbe von den Basalt-Lavasteinen und Bänken entfernt werden soll. Ob dies ausreicht, um die Spuren zu beseitigen, oder mehr Aufwand nötig ist, bleibt abzuwarten. Bei den mit Klebeband überzogenen Laternenmasten jedenfalls muss die Reinigungstruppe vermutlich mehrfach ran.

Stadtbetrieb stellt Material und leistet Hilfestellung

„Der Stadtbetrieb leistet Hilfestellung und steht mit Rat und Tat zur Seite“, sagte Joachim Wetzel, Bereichsleitung Infrastruktur. Simon Meister, beim SIH für die Lehrlingsausbildung verantwortlich, soll die Helfer aus dem Roosters-Fan-Projekt dabei anleiten. SIH stellt Schmirgelpapier und Graffiti-Entferner, ein neues Gerät mit Heißdampf, zur Verfügung, erklärt Wetzel.

Wenn sich noch weitere Sponsoren finden, könnten sogar die Bodenstrahler weiß-blaue Leuchtmittel erhalten, sagt Joachim Wetzel. Nicht ganz ernst gemeint ist dagegen sein Vorschlag, blau-weiße Steine auf dem Weg zur Eissporthalle zu verlegen. Derweil sollen Informationstafeln zu den Roosters auf dem Rasenstück an der Eissporthalle angebracht werden.

Beim Ortstermin stellte sich heraus, dass auch Laufstrecken-Tafeln durch Farbschmiererein zerstört worden sind. Ob sie erneuert oder aktualisiert werden müssen, das will Beate Evers mit dem zuständigen Sportamtsleiter Ralf Horstmann abklären.

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