Open-Air-Konzerte

Feiern für ein friedliches Miteinander

Top-Act am Samstagabend: „The Unduster“ kommen nicht Narnia und auch nicht aus Schlumpfhausen, sondern aus Simbach und spielen Ska und Reggae.

Top-Act am Samstagabend: „The Unduster“ kommen nicht Narnia und auch nicht aus Schlumpfhausen, sondern aus Simbach und spielen Ska und Reggae.

Foto: Privat / IKZ

Iserlohn.   Das Friedensfestival geht vom 5. bis 7. Juli an der Bauernkirche in die 29. Auflage.

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Warum das Friedensfest? Die Frage stellen die Organisatoren vom Friedensplenum im Vorfeld ihres großen Open-Air-Festes an der Bauernkirche selbst – und finden auch zur 29. Auflage in ihrer Festival-Zeitung gute Gründe: „Wir wollen nicht nur auf die Missstände in der ganzen Welt und vor Ort aufmerksam machen, sondern auch hier bei uns, im Kleinen, ein friedlicheres Miteinander schaffen. Das geht am besten, wenn wir zusammen feiern“, schreiben sie. „Die Musik verbindet, gutes Essen sowieso, und wir kommen miteinander ins Gespräch. Außerdem kommt der Überschuss, den wir auf dem Fest erzielen, wie jedes Jahr Menschen in Not zugute.“

Vor allem für die Flüchtlingsarbeit setzt der Verein Friedensfestival den Erlös aus den Festivals ein. In den vergangenen beiden Jahren blieben nach Abzug aller Kosten rund 6000 Euro übrig. In der aktuellen Ausgabe finden sich genaue Aufstellungen zu allen Aktionen und Projekten, an denen der Verein finanziell unterstützt hat.

Einzigartiger Musik-Mix umsonst und draußen

Und das obwohl seit Beginn der Festival-Geschichte der Slogan „Umsonst und draußen“ gilt und kein Eintritt erhoben wird. Möglich wird das natürlich nur, weil sich jedes wieder Bands aus ganz Deutschland – manchmal auch aus dem Ausland – finden, die auf ihre Gage verzichten und nur für eine kleine Aufwandsentschädigung nach Iserlohn kommen. Auch in diesem stehen ab Freitag, 5. Juli, wieder an drei Tagen 13 Bands auf der Bühne an der Stadtmauer unterhalb der Obersten Stadtkirche und sorgen für einen im ganzen Umkreis einzigartigen Musik-Mix. Top-Acts sind am Freitagabend „Korsakow“ aus Düsseldorf mit einer Mischung aus Punkrock, Alternative und Pop, garniert mit deutschen Texten und einer guten Portion Humor, am Samstag „The Unduster“ aus Simbach am Inn, die sich irgendwo zwischen Narnia und Schlumpfhausen mit Anarchie und dekadentem niederbayrischen Weißbierschaumkronenfetisch verorten und wohl vor allem Ska und Reggae machen, und am Sonntag „Kochkraft durch KMA“, die sich dem Spirit der mehrdeutigen 80er-Jahre folgend als Erfinder der „Neue Deutsche Kelle“ bezeichnen und ihre Musik als hochgradigen Neo-Dada beschreiben – all das klingt doch ganz interessant.

Aber drum herum gibt es beim Festival wieder viel zu erleben: Pausenunterhaltung mit „Ritmo Animado“ und „Samba Piranha“, das Kinderland mit Schminken, Basteln, Hüpfburg und Zauberer Udo, politische Informationen, leckeres internationales Essen und Spaß mit bunten Leuten unter freiem Himmel.

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