Kultur

Filmmusik und Swing auf der Orgel

Dr. Wolfgang Besler

Dr. Wolfgang Besler

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Dr. Wolfgang Besler geht in der 31. Auflage des Orgelsommers neue Wege

Filmmusik auf der Orgel, Orgel plus Saxofon und eine neue Preispolitik: Dr. Wolfgang Besler geht bei der 31. Auflage seines „Iserlohner Orgel-Sommers“ durchaus neue Wege. Vom 26. August bis zum 9. September gibt es in der Johanneskirche am Nußberg wieder drei hochklassige und durchaus besondere Konzerte.

„Es gibt ja kaum noch jemanden, der sich für drei Sonntage in Folge verpflichten möchte“, sagt Besler. Seiner Erfahrung nach hat das gute alte Konzert-Abo, das ermäßigte Preise im Paket vorsieht, ausgedient. Immer weniger hätten davon Gebrauch gemacht, weswegen er das Dreier-Abo nun komplett aus dem Programm genommen und dafür die Preise generell ein wenig nach unten korrigiert hat. Die Karten kosten nun im Vorverkauf pro Konzert sieben Euro, für Schüler und Studenten fünf Euro, an der Konzertkasse neun beziehungsweise sechs Euro.

Organist der Thomaskirchespielt die Schübler-Choräle

Auch inhaltlich hat der Initiator des Orgelsommers das Programm angepasst, um neue Konzertbesucher zu gewinnen. So startet die diesjährige Reihe unter dem Titel „Von Barock bis Hollywood“ mit einer Zusammenstellung „traumhafter Melodien“, bei der vor allem auch Kino-Freunde auf ihre Kosten kommen. Denn in den großen Streifen der Kino-Geschichte von „Jenseits von Afrika“ bis „Raumschiff Enterprise“ wimmelt es natürlich von großer klassischer Musik. Und auf genau das haben sich der Oboist René Eljabi und der Dresdner Frauenkirchenkantor Matthias Grünert für ihr Iserlohner Gastspiel gestürzt.

Auch das zweite Konzert mit der Saxofonistin Cornelia Schünemann und dem Budapester Orgel-Virtuosen Prof. Dr. Istvan Ella verspricht ein ungewöhnliches Programm. Denn beide werden dabei auch jazzige Werke zu Gehör bringen.

Beim dritten Konzert wird es dann aber wieder echt klassisch. Denn dann wird der Organist der Thomaskirche in Leipzig, Prof. Ulrich Böhme, zu Gast sein – aus der Kirche, in der bekanntlich Bach selbst tätig war. Daher wird Böhme auch den großen Thomaskantor, und hier vor allem dessen berühmte Schübler-Choräle, in den Mittelpunkt seines Konzertes stellen und drumherum Werke unter anderem von Praetorius, Boccherini und Rodigro gruppieren. Der Vorverkauf für die drei Konzerte hat begonnen.

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