Bill Mockridge

Fünfmal „L“: Laufen, Laben, Lieben, Lachen und Lernen

Bill Mockridge (l.) und Simon Groß beschäftigten sich mit der zweiten Lebenshälfte

Bill Mockridge (l.) und Simon Groß beschäftigten sich mit der zweiten Lebenshälfte

Foto: IKZ/Michael May

Iserlohn.   Die Veranstaltung im Parktheater war Bestandteil des „SeNS“-Projektes der EU. Darin sollen Seniorennetzwerke initiiert und gefördert werden.

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„Was ist, Alter? So vergreisen sie richtig“: Nun, in der Tat hatten sich am Samstag im Parktheater schwerpunktmäßig etwas lebensältere Menschen versammelt. Die wollten aber keine Vergreisungstipps, sondern genau das Gegenteil. Und das lieferten der kanadische Schauspieler und Kabarettist Bill Mockridge sowie der Leiter des Luxemburger Zentrums für Altersfragen, Simon Groß, auch. Ein unterhaltsamer und informativer Abend, der sich mit der zweiten Lebenshälfte beschäftigte.

50. Geburtstag ist ein Wendepunkt

Männer seien mit 47 und Frauen mit 48 Jahren tendenziell unglücklich, so Mockridge. Was bringt das Leben noch, man vermutet vielleicht: Nicht mehr ganz so viel gutes. Der 50. Geburtstag sei dann aber ein Wendepunkt. Von da an, so Bill Mockridge, geht das Leben wieder bergauf, man werde wieder glücklicher. Zwar sei man selten wirklich zufrieden mit seinem Alter, man müsse es aber akzeptieren und auch bewusst leben.

Ist man heute mit 70 genau so alt, wie man es vor 20 oder 30 Jahren mit 70 war? Bill Mockridge und Simon Groß sagen ganz klar: Nein! Erinnert wurde an die Oma, die immer mit dem Ortsnamen als Namenszusatz gerufen wurde, ganztägig einen Kittel trug, während der Opa im gleichen Zeitraum nur in seinem Sessel saß. Das sehe heute doch ganz schwer anders aus, sagte Mockridge. Gegen Ende seiner amüsanten Betrachtungen gab er dem geneigten Publikum fünf „L“ mit auf den Weg: Laufen, Laben, Lieben, Lachen und Lernen. Sportliche Betätigung, Verwöhnen des Gaumens, andere Menschen in seiner Umgebung lieben, den Partner natürlich auch körperlich, viel lachen und den eigenen Geist ständig herausfordern - dass seien die Bausteine, um sein Leben länger aktiv und zufriedener gestalten zu können.

Die Veranstaltung im Parktheater war Bestandteil des „SeNS“-Projektes der EU. Darin sollen Seniorennetzwerke initiiert und gefördert werden. „Zukunft heißt vernetzen“, impfte Simon Groß den Zuhörern zum Schluss ein. Da neben Iserlohn auch Luxemburg an dem Projekt teilnimmt, war es zu den entsprechenden Kontakten gekommen. Groß dankte Frank Finkeldei aus dem Iserlohner Rathaus für sein Engagement. Denn der hatte sich dafür eingesetzt, das Mockridge-Format auch nach Iserlohn zu holen. Als Dank gab es einen Korb mit Luxemburger Spezialitäten, darüber konnte sich auch die 1. Beigeordnete Katrin Brenner freuen.

Zum Abschluss mischten sich Bill Mockridge und Simon Groß noch im Foyer des Parktheaters unters Publikum.

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