Glaube

„Geborgenheit in der Masse“

Pfarrer Tom Mindemann, Pfarrerin Mirjam Ellermann und Pfarrer Jürgen Löprich (v. li.) wollen mit dem Tauffest im Ortlohnpark ein niedrigschwelliges Angebot unterbreiten.

Pfarrer Tom Mindemann, Pfarrerin Mirjam Ellermann und Pfarrer Jürgen Löprich (v. li.) wollen mit dem Tauffest im Ortlohnpark ein niedrigschwelliges Angebot unterbreiten.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Die Versöhnungs- und Johanneskirchengemeinde laden zum gemeinsamen Tauffest in den Ortlohnpark.

Das Kind soll getauft werden, aber die Festgesellschaft erscheint nicht repräsentativ? Oder es ist finanziell nicht möglich, nach dem Gottesdienst ein Fest auszurichten? Das ältere Kind, das getauft werden soll, möchte nicht allein im Mittelpunkt stehen? Für all’ diese Überlegungen haben die evangelische Versöhnungs- und die Johanneskirchengemeinde eine Lösung.

Am Sonntag, 8. September, wird ein Tauffest angeboten. Zuletzt an Pfingsten hatten die Letmather Protestanten ein solches Fest direkt an der Lenne veranstaltet. Bei gutem Wetter soll das Iserlohner Pendant im Ortlohnpark stattfinden, bei Regen und Kälte in der Johanneskirche am Nußberg. Pfarrerin Mirjam Ellermann sowie die Pfarrer Tom Mindemann und Jürgen Löprich hatten bereits vor zwei Jahren ein solches Fest organisiert, um Zweiflern die Entscheidung für die Taufe zu erleichtern. Damals sollte auf dem Fritz-Kühn-Platz gefeiert werden, jedoch spielte das Wetter nicht mit, so dass der Umzug in die Bauernkirche erforderlich wurde. Die Versöhnungskirchengemeinde lädt zum vierten Mal in Folge zum Tauffest ein, gemeinsam wird seit 2017 alle zwei Jahre gefeiert.

„Geborgenheit in der Masse“ sei einer der Gründe, warum sich Eltern für eine solche Taufe entscheiden, wissen die Pfarrer. Beim letzten Mal seien es elf Taufen gewesen, eine Obergrenze gibt es nicht. „Werden es mehr Täuflinge, holen wir uns weitere Täufer dazu“, sagt Pfarrer Tom Mindemann. Wobei er und seine Kollegen unterstreichen, dass es kein „Restetaufen“ sei, wenn viele Menschen dieses Angebot nutzen.

Lockerer Rahmen mit Musik und ohne lange Redebeiträge

Oft werde auch der etwas lockerere Rahmen geschätzt. Ein Familiengottesdienst ohne lange Beiträge, dafür aber mit musikalischen Einlagen der Kinderkantorei unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Ute Springer wird derzeit vorbereitet. Wer sich eine anschließende Feier zu Hause oder in einem Lokal nicht leisten kann, verlagert das Ganze in den Ortlohnpark, wo die Gemeinden Bratwurst, Brot und Getränke anbieten. „Alles darüber hinaus können die Familien selbst mitbringen“, erklärt Pfarrerin Mirjam Ellermann. Auch Picknickdecken dürfen in der grünen Oase am Nußberg ausgebreitet werden.

Erste Anmeldungen liegen bereits vor. Wer sich für das Tauffest interessiert, kann sich an die Pfarrer oder an das Gemeindebüro unter 02371/795-161 wenden. Das Fest soll kein Ersatz für die „normale“ Taufe im Rahmen eines Gottesdienstes in einer der Kirchen sein, versichern die Geistlichen. „Die gibt es weiter regelmäßig, ungefähr einmal monatlich“, sagt Mirjam Ellermann, deren jüngere Tochter ebenfalls im Rahmen eines Festes in die Gemeinde aufgenommen wurde.

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