Musik

Genießen und dabei Gutes tun

Der Luftwaffenmusikkorps Münster überzeugte bereits vor zwei Jahren bei einem Benefizkonzert im Iserlohner Parktheater – so auch dieses Mal.

Foto: Björn Braun

Der Luftwaffenmusikkorps Münster überzeugte bereits vor zwei Jahren bei einem Benefizkonzert im Iserlohner Parktheater – so auch dieses Mal. Foto: Björn Braun

Iserlohn.   Das Lions-Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps Münster im Parktheater bot Musik der Extraklasse.

Bevor am Donnerstag die Instrumente für das Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps Münster erklingen durften, begrüßte der amtierende Präsident des Lions Clubs Iserlohn-Letmathe, Manfred Schäfer, die Besucher im gut gefüllten Parktheater. Auch wenn die Musiker den Wunsch geäußert hätten, die Rede kurz zu halten, war es Schäfer doch ein Bedürfnis, seine Freude über jeden einzelnen Besucher zum Ausdruck zu bringen, „denn sie dürfen dieses außergewöhnliche Konzert genießen und sie dürfen sicher sein, damit auch Gutes zu tun“.

Damit verwies Schäfer ganz besonders auf die Aktion „Leben spenden macht Schule“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Mehr als 4000 Schüler hätten sich schon typisieren lassen, und so würden schon 47 Lebensretter in dieser Stadt leben. Dabei würde jede Spende helfen. In diesem Zusammenhang hob Schäfer die Ulrich-Thiele-Stiftung hervor, die diese lebensrettende Aktion schon mit mehr als 40 000 Euro unterstützt habe. Verständlich, dass es hierfür den ersten großen Applaus des Publikums gab.

Lions engagieren sich in den verschiedensten Bereichen

Doch der Lions-Präsident ließ auch die anderen Aktivitäten nicht unerwähnt. So wird das Programm „Klasse 2000“, ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule unterstützt. Hilfen gibt es im Rahmen des internationalen Projektes auch für die „Atefa-Mädchenschule“ in Afghanistan, und ebenso engagiert sich der Service-Club für das SOS-Kinderdorf in Lüdenscheid.

Dann hatte Oberstleutnant Christian Weiper, Leiter und Dirigent des sinfonischen Blasorchesters in Uniform, das Wort. Er erinnerte daran, dass es fast auf den Tag genau zwei Jahre her sei, dass das Luftwaffenmusikkorps im Parktheater zu Gast gewesen sei. Auch damals für ein Benefizkonzert, bei dem der Erlös für die DKMS mehr als 13 000 Euro betragen habe.

Und dann ging es konzertant, beschwingt los mit der Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß. Der schmissige Marsch „Eherne Wehr“ von Georg Wehr und eine „Blasmusikperle“, der 1. Satz der „Armenischen Tänze“ von Alfred Reed folgten, bevor es nach der „Tritsch-Tratsch-Polka“ und „Evolutions“ von Alfred Reed in die Pause ging.

Musiker stellten ihre Spitzenklasse unter Beweis

Danach ging es schwungvoll mit der „Fanfare“ von Udo Jürgens (Weiper: „Der konnte nicht nur Klavier spielen, singen und Unterhaltungsmusik komponieren, der war auch ein formidabler klassischer Komponist!“) weiter und ziemlich nahtlos über in „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima. Lucas Kampe brillierte mit seinem So­pransaxofon bei „Grace“, die vier Solo-Trompeter bewiesen im „Root Beer Rag“ mit exakt intonierten halsbrecherischen Tiraden ihre Spitzenklasse.

Die Girl-Group Judies sang sich mit den „Ohrwürmern“ der Andrew-Sisters und dem „Diven-Medley“ in die Herzen der Zuhörer. Mit dem Konzertmarsch „Mit vollen Segeln“ war das offizielle Ende des Benefizkonzertes erreicht, das begeisterte Auditorium erklatschte sich allerdings noch eine Zugabe: „Stars and Stripes Forever“, 1896 von John Philip Sousa komponiert, und im Dezember 1987 von US-Präsident Ronald Reagan auf Beschluss des Kongresses zum amerikanischen Nationalmarsch erklärt.

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