Gesundheitstag

Genuss in Maßen statt Verzicht

Dr. Axel Bünemann, Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin am St.-Elisabeth-Hospital, referiert am Samstag, 11. November, um 11.30 Uhr im Großen Haus des Parktheaters.

Foto: Torsten Lehmann

Dr. Axel Bünemann, Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin am St.-Elisabeth-Hospital, referiert am Samstag, 11. November, um 11.30 Uhr im Großen Haus des Parktheaters. Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.   Dr. Axel Bünemann, Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin am St.-Elisabeth-Hospital, erläutert am Samstag, 11. November, beim 12. Iserlohner Gesundheitstag im Parktheater, warum die Ernährung auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen lecker sein kann.

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Dr. Axel Bünemann ist kein Freund von Verboten, wenn es um die richtige Ernährung seiner Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht. „Die lassen sich sowieso nicht auf Dauer durchsetzen“, sagt der Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin am St.-Elisabeth-Hospital. Ein Genießen bestimmter Lebensmittel in deutlich reduziertem Umfang, also in der richtigen Dosis, sei wesentlich einfacher zu vermitteln und vor allem auch leichter und konsequenter einzuhalten als ein kompletter Verzicht.

Die Titelfrage seines Vortrags „Ernährung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Kann das auch lecker sein?“, den der Kardiologe am kommenden Samstag, 11. November, um 11.30 Uhr beim 12. Iserlohner Gesundheitstag auf der Bühne des Parktheaters halten wird, beantwortet er dann auch schon jetzt mit einem ganz klaren Ja. In seiner Power-Point-Präsentation wird Dr. Bünemann erläutern, worauf Betroffene bei der Auswahl ihrer Lebensmittel achten sollten. Und nicht nur sie, gelten doch die Empfehlungen auch für viele weitere Erkrankungen.

Der Chefarzt wird dabei auch deutlich machen, wie sich in den vergangenen Jahren alte Ansichten durch neue Studien überholt haben. „Früher hieß es zum Beispiel, dass sich Patienten nach einem Herzinfarkt fettarm ernähren müssen.“ Das stimme so nicht mehr – im Gegenteil, es sei sogar schlecht. „Es müssen nur die richtigen Fette sein.“ Fisch mit den inzwischen bekannten Omega-3-Fettsäuren, aber auch Geflügel, sowie mehrfach ungesättigte Fette pflanzlichen Ursprungs könnten gefahrlos und sollten sogar konsumiert werden. Im Gegensatz zu den Fetten von Säugetieren, also Schwein, Rind und Wild, wobei da eben gelte, dass auch auf sie nicht gänzlich verzichtet werden müsse, sie man aber in Maßen essen sollte.

Bei einer Vergleichsstudie von fettarmer und mediterraner Ernährung hätte es in der Gruppe derjenigen, die „fischlastiger“ und zum Beispiel mit viel Olivenöl gekocht und gegessen hätten, 25 Prozent weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle gegeben. Mit wissenschaftlichen Belegen will Dr. Bünemann am kommenden Samstag auch das schlechte Image von Süßigkeiten aufpolieren: „Denn beispielsweise Bitterschokolade kann auch positive Effekte haben.“

Der Chefarzt, der vor vier Jahren ans St.-Elisabeth-Hospital kam, referiert nach 2014 zum zweiten Mal beim Gesundheitstag, der unter anderem von Reinhard Adam (Optik Adam), Andreas Düllmann (DAK Gesundheit), Katrin Meyer (IKZ AV) und Dr. Till Ossenkop (Schiller-Apotheke) sowie mit Unterstützung des Kulturbüros organisiert wird. Gebürtig stammt Dr. Bünemann aus München, aufgewachsen ist er in Herdecke und jetzt schon seit über einem Vierteljahrhundert in Dortmund zuhause. Dort am Knappschaftskrankenhaus und später am Johannes-Hospital hat er nach dem Medizin-Studium in Erlangen, Düsseldorf und Bochum auch die sechsjährige internistische Ausbildung gemacht, an die seinerzeit erst im Anschluss die dreijährige Ausbildung zum Kardiologen möglich war – anders als heute, was in den Augen von Dr. Bünemann nicht unbedingt ein Vorteil sei. Denn seine Erfahrung sei, dass das erworbene breite internistische Wissen im klinischen Alltag sehr hilfreich ist. Als dem Oberarzt 2013 die Nachfolge des langjährigen Iserlohner Chefarztes Dr. Ulrich Bramann angeboten wurde, musste Dr. Bünemann nicht lange überlegen, ob er „die spannende und interessante Herausforderung“ annimmt. „Und ich habe es bis heute keinen Tag bereut.“

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