Weltfrauentag

Gewerkschaft verteilt Rosen an Frauen

Iserlohn.   Protest gegen die Lohnungleichheit

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Ganz nach der Gewerkschaftstradition verteilten die Frauen AG der IG Metall gestern Rosen in der Innenstadt. „Das ist ein Dankeschön für die Frauen“, sagt Ulrike Schäfer, Sprecherin der Frauen AG des Märkischen Kreises. Damit wollen sie am Weltfrauentag darauf hinweisen, dass Arbeitnehmerinnen meist weniger Lohn bekommen als ihre männlichen Kollegen.

„Leider Gottes gibt es immer noch keine Entgeldgleichheit“, sagt die Sprecherin weiter. Die Gewerkschaft setze sich deswegen für eine flächendeckende Tarifbindung und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit mit Rückkehrrecht in die Vollzeit ein. Aber nicht nur Rosen erheiterten am Weltfrauentag die Gemüter. „Die Betriebsräte verteilen heute auch Schokolade an die Arbeiterinnen“, sagt Petra Rath von der Frauen AG. Das sei Nervennahrung, um weiter gegen die Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Auch in Halver und Plettenberg verteilte die IG-Metall Rosen.

Die Tradition beziehungsweise der Spruch „Brot und Rosen für die Frau“ geht übrigens auf einen Streik in New York im Jahr 1911 zurück. Damals sagte die Gewerkschafterin Rose Schneiderman bei einem Streik: „Die weiblichen Arbeiter brauchen Brot, aber sie brauchen auch Rosen.“ Seitdem hat sich der Slogan als Streik-Parole durchgesetzt.

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