Literatur

Gewinner bei „weibergeschichten“

Christiane Röper aus Iserlohn, die den dritten Platz beim Wettbewerb „weibergeschichten“ belegt hat, war bereits 2009 unter den siegreichen Autorinnen und ist Mitglied im Autorenkreis „Schreibzauber“.

Foto: privat

Christiane Röper aus Iserlohn, die den dritten Platz beim Wettbewerb „weibergeschichten“ belegt hat, war bereits 2009 unter den siegreichen Autorinnen und ist Mitglied im Autorenkreis „Schreibzauber“. Foto: privat

Iserlohn/Kreis.   Christiane Röper aus Iserlohn hat den dritten Preis beim Literaturwettbewerb „weibergeschichten“ gewonnen.

40 Autorinnen und drei Autoren sind dem Aufruf des Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten im Märkischen Kreis gefolgt und haben sich am vierten Literaturwettbewerb „weibergeschichten“ beteiligt.

Die Jüngste unter ihnen ist Jahrgang 2001, und war somit beim ersten „weibergeschichten“-Wettbewerb noch gar nicht geboren. Die Älteste ist 80 Jahre alt. Genau so weit gefächert wie das Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind auch die Themen der eingereichten Geschichten und Gedichte, insgesamt etwa 100 Seiten Text – eine Menge Lesestoff für die Jury, die jetzt die drei Preisträgerinnen und 14 weitere Beiträge für die Anthologie ausgewählt hat, die Ende des Monats im Mönnig-Verlag erscheinen wird.

Kritischer Blick aufdie Gesellschaft

Unter dem Titel „Schöne neue Welt“ standen drei verschiedene Unterthemen zur Wahl, um die Fantasie der Hobbyliteraten auf die Reise zu schicken. Sie waren eingeladen, das Thema Flucht und Mi­gration aufzugreifen („Schöne neue Heimat“), eine Utopie des reibungslosen Zusammenlebens der Geschlechter zu erzählen („Schöne neue Gleichheit“) oder vom Mut zur Veränderung zu berichten („Schönes neues Leben“). Dabei sollte der Titel durchaus eine Anspielung auf den berühmten Roman Aldous Huxleys sein. „Wir wollten die Teilnehmerinnen ermutigen, sich seinen kritischen Blick auf die Gesellschaft zum Vorbild zu nehmen“, so die Veranstalterinnen.

Der erste Preis, der Besuch einer Lesung mit anschließender Übernachtung im Literaturhotel Franzosenhohl, geht an die Werdohlerin Doris Althoff. Die Kommunikationswirtin gehört seit 2000 der Geschichtenschmiede Volmetal an. In jenem Jahr war sie auch eine der Siegerinnen des ersten „weibergeschichten“-Wettbewerbs.

Über den zweiten Platz kann sich Kirsten Schwabe aus Schalksmühle freuen. Die 30-jährige Kunsthändlerin, die auch als Autorin arbeitet, wird zum ersten Mal bei den „weibergeschichten“ ausgezeichnet.

Christiane Röper aus Iserlohn, die den dritten Platz belegt, ist ebenfalls eine „Wiederholungstäterin“, Sie war bereits 2009 unter den siegreichen Autorinnen und ist Mitglied im Autorenkreis „Schreibzauber“ .Beide erhalten ein Jahresabonnement einer Fachzeitschrift aus dem Uschtrin-Verlag („Federwelt“ beziehungsweise „der selfpublisher“).

Zu hören sind die Geschichten der Gewinnerinnen bei der Preisverleihung am Freitag, 30. Juni, im Plettenberger Rathaus. Ab 17 Uhr werden die Gäste dort mit Sekt und Fingerfood empfangen. Musikalisch umrahmt wird die Lesung vom Plettenberger Duo „Time Machine“ und dem Kinderchor „Swinging Kids“. Eintrittskarten zum Preis von fünf Euro sind erhältlich in der Gleichstellungsstellen im Iserlohner Rathaus.

Eine weitere Lesung mit Doris Althoff, Kirsten Schwabe und Christiane Röper folgt am Donnerstag, 6. Juli, ab 18 Uhr im Literaturhotel Franzosenhohl. Im Anschluss wird Gastgeberin Andrea Reichart mit den Autorinnen und Mitgliedern der Jury in einer lockeren Talkrunde über die Sucht nach Büchern, die Lust am Lesen und die Kunst des Schreibens plaudern. Da die Platzzahl im Foyer des Hotels begrenzt ist, ist eine Voranmeldung unter 02371/820720 unbedingt erforderlich.

Vorlesetraining im Stadtbahnhof

Zum Wettbewerbsprogramm gehört außerdem ein Vorlesetraining mit der Kommunikationswissenschaftlerin und Sprecherzieherin Almut Schnerring. Er findet am 20. Juni von 15 bis 18 Uhr im Fanny-van-Hees-Saal der Volkshochschule im Stadtbahnhof statt. Eigene Texte aus allen denkbaren Genres können mitgebracht werden. Wenige Restplätze sind noch zu vergeben. Anmeldungen nimmt die Gleichstellungsstelle entgegen.

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