Glaube

Gläubige machen sich auf den Weg zu Gott

Auch von der Baustelle am Hohler Weg haben sich die Teilnehmer der Fronleichnamsprozession am Donnerstag nicht aufhalten lassen.

Foto: Annabell Jatzke

Auch von der Baustelle am Hohler Weg haben sich die Teilnehmer der Fronleichnamsprozession am Donnerstag nicht aufhalten lassen. Foto: Annabell Jatzke

Iserlohn.  Drei Kirchengemeinden haben sich am Donnerstag an der Fronleichnamsprozession durch die Iserlohner Innenstadt beteiligt.

1264 wurde Fronleichnam als Fest zur Verehrung der Eucharistie für die Weltkirche eingeführt, und auch mehr als 750 Jahre danach feiern Katholiken dieses Fest, was aus dem Mittelhochdeutschen übertragen so viel wie „Leib des Herrn“ bedeutet, noch. Kern des Fronleichnamsfestes ist dabei stets eine Prozession mit einer geweihten Hostie in einer Monstranz.

Auch in der Waldstadt gab es am Donnerstag wieder eine Prozession. Bevor sich die Gläubigen des Pastoralverbundes Iserlohn aus den drei Innenstadtgemeinden Heilig Geist, Heiligste Dreifaltigkeit und St. Aloysius auf den Weg machten, wurde jedoch zunächst in der St.-Aloysius-Kirche zu einem Festhochamt eingeladen. Besonders eingeladen waren auch die diesjährigen Kommunionkinder, die immer traditionell in ihrer Festkleidung an der Prozession teilnehmen. Leider waren es in diesem Jahr jedoch nur wenige Mädchen und Jungen, die der Einladung folgten.

Musikalischer Rahmenmit Gesang und Bläsern

Zelebriert wurde die Heilige Messe von Pfarrer Joachim Skora, Pfarrer Janus Plewnia sowie Priesteramtskandidat Johannes Sanders. Zur musikalischen Untermalung trugen der Seniorenchor des Pastoralverbundes und das Collegium Vocale sowie ein vierköpfiges Bläser­ensemble unter der Gesamtleitung von Dekanatskirchenmusiker Christopher Brauckmann bei.

In der Predigt ging Priesteramtskandidat Johannes Sanders auf die bevorstehende Urlaubs- und Reisezeit ein. Wenn die Ferien nahen, verspüren die Menschen die Reiselust und möchten sich auf den Weg machen. Auf den Weg zu den Menschen macht sich auch Gott und kehrt schließlich mit dem Leib Christi in die Gläubigen ein. Zur Einkehr und Besinnung auf den Glauben nimmt Gott die Gläubigen explizit auch an Fronleichnam mit, wenn sie sich gemeinsam mit ihm bei der Fronleichnamsprozession auf den Weg machen.

Halt an drei Stationenmit Altären

Nach dem Festhochamt setzten die Katholiken ein Zeichen und zogen mit Jesus Christus durch ihre Stadt, wie es Pfarrer Joachim Skora zuvor eingangs in der Messe beschrieben hatte. Mit Baldachin und Mons­tranz führte der Weg durch die Innenstadt, und es wurde unterwegs an drei Altären Station gemacht und gebetet. Stark im Glauben vereint, ließen sich die Katholiken auch von der Baustelle am Hohler Weg, direkt vor dem Hauptportal, nicht aufhalten.

Über die Friedrichstraße, die Wermingser Straße und Am Dicken Turm gelangte die Prozession zunächst zum katholischen Altenheim St. Pankratius, der ersten Station. Ein weiterer Halt wurde am Schillerplatz gemacht, wo ebenfalls ein Altar aufgebaut war. Entlang der Vinckestraße und durch die Stahlschmiede kam die Prozession zur Mendener Straße, wo auch an der Einhorn-Apotheke an einem weiteren aufgebauten Altar gebetet wurde. Zum Abschluss mit Te Deum und sakramentalem Segen ging es dann wieder zurück in die St.-Aloysius-Kirche, bevor gekühlte Getränke als eine willkommene Erfrischung bei Temperaturen kurz vor der 30-Grad-Marke gereicht wurden.

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