Mein Iserlohn 2040

Größte Resonanz im Norden

Engagiert beteiligten sich die Vertreter von Vereinen und Parteien, aber auch viele interessierte Bürger an der Entwicklung ihrer Stadtteile, gaben Hinweise und äußerten Kritik.

Engagiert beteiligten sich die Vertreter von Vereinen und Parteien, aber auch viele interessierte Bürger an der Entwicklung ihrer Stadtteile, gaben Hinweise und äußerten Kritik.

Foto: Torsten Lehmann

Kalthof.  Knapp 50 Interessierte beteiligten sich in der Grundschule Kalthof mit Ideen und Kritik an „Mein Iserlohn 2040“.

„Vor einer Viertelstunde habe ich noch gedacht, es kommt keiner, jetzt müssen wir sogar noch Stühle heranholen“, freute sich Oliver Bormann von „Yellow Z“, einem der mit der Durchführung von „Mein Iserlohn 2040“ beauftragten Berliner Büros, am späten Freitagnachmittag bei der Begrüßung der am Ende sogar knapp 50 Interessierten bei der Bürgerwerkstatt zum Teilraum Nord in der Grundschule Kalthof. Und auch Stefan Baumann, Bereichsleiter Bodenmanagement bei der Stadt und einer der verantwortlichen Köpfe hinter dem Stadtentwicklungskonzept, war zufrieden mit der Resonanz, war es doch die mit Abstand größte bei den vier Werkstätten.

Dass sich so viele Vertreter von Vereinen und Dorfgemeinschaften, aus Parteien und Initiativen, aber auch viele weitere interessierte Bürger beteiligten, zeigte einmal mehr die Verwurzelung der Menschen und das Engagement für „ihren“ Iserlohner Norden. Oder auch darüber hinaus, wie Marcus Hiersemann von der Initiative Kultur und Natur Drüpplingsen deutlich machte, dem der für alle überlebenswichtige Klimaschutz, zu dem zum Beispiel eine dezentrale Energieversorgung beitragen könne, im gesamten Konzept zu kurz kommt. „Und es geht dabei jetzt nicht um ein Windrad.“

Erst nach einer Stunde ging es an die Tische

Auch über Radverkehr, Böden als endliches Gut, die deswegen eben nicht immer weiter versiegelt werden dürften, da sie sonst unter anderem auch für die Landwirtschaft fehlen, auf der anderen Seite der Bedarf an Gewerbeflächen (zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen, es sei denn, es findet eine Abkehr vom Wachstumsgedanken statt) oder auch „ein Zuviel“ an Gewerbegebieten in Kalthof und Sümmern und immer auch schon einzelne Verkehrsaspekte wurden von den Teilnehmern erst eine Stunde lang in großer Runde angesprochen und diskutiert, bevor es in die Stadtteile ging.

In Hennen stand dabei die Neugestaltung des Hauptschulgeländes an oberster Stelle, aber auch die Vernachlässigung des Radverkehrs wurde öfter angesprochen, wie auch die des Ortsbildes durch ungepflegte öffentliche Grünbereiche, dafür wurde ein „Dorfgärtner“ angeregt. Die Aufwertung des Bereichs rund ums Kalthof-Center, Verkehrs- und Lärmbelästigung an der Leckingser Straße, weitere Verkehrspro­bleme und auch der Erhalt von Natur- und Freiräumen beschäftigte in Kalthof besonders. In Drüpp­lingsen waren es unter anderem die Radwege in andere Dörfer und zur Ruhr, die Busanbindung oder auch die Überlegung, Modellstandort für nachhaltige Stadtentwicklung im ländlichen Raum zu werden. Verkehrsregulierungsmaßnahmen auf der Rheinener Straße und an der Einmündung zur Ruhrtalstraße (Kreisel?), eine Radwegeverbindung zur Ruhr und der Erhalt und die Stärkung des Dorfgemeinschaftshauses standen in Rheinen ganz oben auf der Liste der Maßnahmen. Und in Sümmern war es neben ebenfalls einer Reihe von verkehrlichen Aspekten vor allem auch die Aufwertung (und Verknüpfung) der alten und neuen Ortsmitte und des Parks.

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