Wirtschaft

Grotes arbeiten einen Tag in ihrer Iserlohner Bäckereifiliale

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Carl und Irene Grote haben einen Tag in ihrer Bäckereifiliale im Hagebaumarkt für ihre Angestellten gearbeitet.

Carl und Irene Grote haben einen Tag in ihrer Bäckereifiliale im Hagebaumarkt für ihre Angestellten gearbeitet.

Foto: Jennifer Katz

Iserlohn.  Geschäftsführer Carl Grote und seine Frau Irene haben für ihre Angestellten die Aufgaben übernommen.

Entspannt, aber auch wachsam sind Lisa Terle, Ramona Henkel und ihre Kolleginnen und Kollegen an diesem Vormittag. Die Mitarbeiterinnen der Filiale der Goldbäckerei Grote im Hagebaumarkt haben einen bezahlten freien Tag, dürfen im Café sitzen und frühstücken, während Geschäftsführer Carl Grote und seine Frau Irene ihre Arbeit erledigen.

Dass sie den Chefs einmal auf die Finger schauen dürfen, ist der erste Preis eines Wettbewerbs, den das Familienunternehmen mit Sitz in Balve zum zweiten Mal unter dem Motto „Chefs am Werk“ ausgelobt hatte. In der Karnevalszeit hieß es: Wer die meisten Berliner verkauft, bekommt den Extra-Tag frei. Den ersten Platz teilen sich die Filiale am Reiterweg und eine in Herscheid.

Irene und Carl Grote müssen die alltäglichen Aufgaben ihrer Angestellten erledigen: Backwaren verkaufen und die Gäste im Café versorgen. Sie sehen sich als „Praktikanten“. Carl Grote sagt: „Wir müssen viel fragen.“ Lisa Terle und Ramona Henkel sitzen derweil mit Seniorchef Charly Grote beim Frühstück. Die verschiedenen Zusammenstellungen sind immer passend zu den Standorten der Filialen benannt, deshalb müssen Grotes sich helfen lassen. „Etwas chaotisch“, kommentieren die Mitarbeiterinnen. Und: „Sie machen das aber alles mit Herz und Liebe – und mit Hirn.“

Charly Grote lacht, wenn er die Kommentare über den Einsatz seines Sohnes und der Schwiegertochter hört. 300 Mitarbeiter hat sein Betrieb, den er seit einigen Jahren mit seinem Ältesten gemeinsam führt. Die familiäre Atmosphäre ist spürbar. Auch Hagebau-Chef Martin Oelenberg scheint eine enge Verbindung zu Grotes zu pflegen: Er kommt an diesem Tag mit Geschenken für das Gewinnerteam vorbei.

Auch die Stammkunden kennengelernt

„Am Vormittag waren schon viele Stammkunden da“, erzählt Carl Grote. Er und sein Vater wissen zu schätzen, was ihre Angestellten leisten, durch den Wettbewerb noch mehr. „Sie verkaufen, sie sind Kummerkasten, sie müssen guten Kaffee machen“, zählt Charly Grote nur einige der Attribute auf.

Und was sonst noch zum Aufgabenbereich der Mitarbeiterinnen gehört, wissen Irene und Carl Grote bestens, nachdem sie von 6 bis 20 Uhr in der Filiale gestanden haben.

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