Nachbarschaft

Halteverbot kurz vor Weihnachten als „schöne Bescherung“

Absolutes Halteverbot gilt jetzt im Wendehammer am Schürenbusch.

Foto: Stefan Drees

Absolutes Halteverbot gilt jetzt im Wendehammer am Schürenbusch. Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Ein Mehrfamilienhaus am Schürenbusch verfügt nicht über eigene Stellplätze. Nun sind die Anwohner ratlos, nachdem im benachbarten Wendekreis ein Halteverbot in Kraft getreten ist.

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Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk? Die Anwohner der Häuser Am Schürenbusch 39 - 49 staunten jedenfalls nicht schlecht, als sie am Donnerstag vor Heiligabend neue Halteverbotsschilder sahen. Die untersagten nun, auf dem Wendeplatz am Ende der kleinen Stichstraße zu parken. Einen Tag später, wohl nach ersten Beschwerden, soll die Beschilderung nochmals versetzt worden sein, so dass auf der linken Seite des Wendeplatzes zumindest noch etwa sechs Stellplätze vorhanden sind. Anwohner halten die neue Regelung allerdings immer noch nicht für tragbar.
Seit mehr als 50 Jahren sei das Parken am Wendeplatz zulässig gewesen. Hintergrund für die „Großzügigkeit„ war es wohl, dass das Mehrfamilienhaus Am Schürenbusch 43, welches am Ende der Stichstraße steht, über keine eigenen Stellplätze verfügt. Wo sollen die nun parken? Das fragt sich nicht nur Erika Berkner, die in einem Bungalow Am Schürenbusch 41 wohnt. Schließlich gebe es auch unten am „Hauptarm“ der Straße am Schürenbusch kaum Parkplätze.

Auf Nachfrage habe die Straßenverkehrsabteilung im Rathaus mitgeteilt, dass es Beschwerden seitens der Müllabfuhr und der Feuerwehr gegeben habe, berichtet Erika Berkner. Sie hält die Begründung allerdings nicht für stichhaltig. Die Müllabfuhr habe selten gewendet, der Müllwagen sei meistens rückwärts wieder rausgefahren. Es habe auch schon Mal einen Feuerwehreinsatz wegen eines Kaminbrandes gegeben, der sei problemlos verlaufen.

Was Erika Berkner besonders kritisiert: Seitens der Verwaltung habe es im Vorfeld der Änderung keinerlei Ansprache oder wenigstens eine schriftliche Information gegeben.

„Wo sollen wir jetzt parken?“, fragt sich auch Alexander Eckert, Bewohner des Mehrfamilienhauses Am Schürenbusch 43. Wie die Leute am Ende mit dem Problem zurechtkämen, scheine keinen zu interessieren, meint Eckart. Die Anwohner überlegen nun, eine Unterschriftenaktion zu initiieren. Immerhin: Bislang hat es wohl noch keine Knöllchen gegeben. Aus Sicht von Erika Berkner wurde durch die neue Regelung eine ohnehin problematische Parkplatzsituation nochmals erheblich verschärft. Wirkliche Abhilfe könne wohl nur geschaffen werden, wenn die Vonovia als Eigentümerin des Hochhauses auf einer der Wiesenflächen Stellplätze einrichtet.

Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung zu der Angelegenheit konnte nicht eingeholt werden, da das Rathaus zwischen Weihnachten und Silvester geschlossen ist.

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