Advent

Harmonisch, friedlich, schön

Die beleuchtete Stadtmauer mit der Obersten Stadtkirche trug ihren Teil zu der festlichen Stimmung am Fritz-Kühn-Platz bei. Die Stände mit ihren unterschiedlichen Angeboten waren bis in die Abendstunden hinein gut besucht.

Foto: Wolfgang Meutsch

Die beleuchtete Stadtmauer mit der Obersten Stadtkirche trug ihren Teil zu der festlichen Stimmung am Fritz-Kühn-Platz bei. Die Stände mit ihren unterschiedlichen Angeboten waren bis in die Abendstunden hinein gut besucht. Foto: Wolfgang Meutsch

Iserlohn.   „Advent im Quartier“ auf dem Fritz-Kühn-Platz feiert eine gelungene Premiere.

Was ist in den letzten Monaten nicht immer wieder über den Fritz-Kühn-Platz diskutiert worden: Er sei zu einem Ort von Trinkgelagen und Auseinandersetzungen verkommen, zu einem Ort, an dem sich die meisten Iserlohner nicht mehr wohlfühlen, zu einem Ort, an dem an ein friedliches Miteinander nicht mehr zu denken ist. Genauso lange wie diese Ängste in der Bevölkerung kursieren, kämpfen die vielen Organisationen, Einrichtungen und Vereine aus dem Quartier gegen diese an – am Samstag mit sehr großem Erfolg. Unter dem Titel „Advent im Quartier“ wurde es auf dem Fritz-Kühn-Platz vorweihnachtlich.

Begegnungsstätte für nachhaltige Gespräche

Caritas, Drobs, IGW, Lichtblick, Lebenswert, Postmuseum, Anwohner – alle gemeinsam haben sie zusammen mit Quartiersmanagerin Sabine Plücker von der IGW und Streetworker Uwe Browatzki von der Caritas an einem Strang gezogen und mehr als nur ein wenig Weihnachtsstimmung auf den Fritz-Kühn-Platz gezaubert. „Wir wollten in gemütlicher Atmosphäre eine Begegnungsstätte für nachhaltige Gespräche schaffen, um ein gutes Miteinander zu fördern“, sagte Uwe Browatzki.

Und das scheint gelungen zu sein. Über den Tag verteilt kamen gut 250 Menschen zusammen, unterhielten sich bei Glühwein und Punsch, backten gemeinsam mit den vielen Kindern Stockbrot an einer der vielen offenen Feuerstellen oder kosteten von den Falafeln, die die syrische Gemeinde verkaufte. Außerdem boten einige Klienten von Uwe Browatzki selbst gefertigte Holzarbeiten ab, im ­Lutherhaus gab es einen Spielzeugbasar und im Bürgerraum wurde gefilzt – alles völlig harmonisch. „Es war wirklich sehr gut besucht und die Stimmung war klasse“, freute sich Quartiersmanagerin Sabine Plücker, die schon jetzt darauf hofft, das Ganze im kommenden Jahr in etwas ausgedehnterer Form auf die Beine stellen zu können.

Es ist ruhiger um den Fritz-Kühn-Platz geworden

Aber auch abseits von „Advent im Quartier“ habe sich der Fitz-Kühn-Platz zu einem sehr friedlichen Platz gemausert. „Wir haben kaum noch Auseinandersetzung hier“, erklärte Browatzki. Das Problem: Auch wenn nach den Beobachtungen des Streetworkers das einschlägige Publikum mittlerweile den Platz und besonders die Treppe meide, sei aber auch niemand anderes dort. Um das langfristig zu ändern spricht sich Browatzki für eine noch deutlich intensivere Belebung des Platzes aus – so wie eben am Samstag. Denn eines sei ebenfalls klar. „Der Platz ist einfach viel zu schön, als dass er brachliegen sollte.“

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