Feuerwehr

Hauptfeuerwache-Anbau wird erheblich teurer

Längere Bauzeit und höhere Kosten: der Anbau der Feuerwache an der Dortmunder Straße.

Längere Bauzeit und höhere Kosten: der Anbau der Feuerwache an der Dortmunder Straße.

Foto: IKZ

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Iserlohn. Eine um Monate verzögerte Fertigstellung und erhebliche Mehrkosten beim Bau sind die wenig erfreuliche Zwischenbilanz, die Claudia Zawada als Leiterin des Kommunalen Immobilienmanagements (KIM) jetzt zum Anbau an der Hauptfeuerwache an der Dortmunder Straße vorlegen muss. Der Grund: Die durch das Konjunkturprogramm II des Bundes bedingte Eile, mit der die Planung für das Objekt an der Dortmunder Straße in bauliche Realität umgesetzt wurde.

2009 erhielt KIM den Planungsauftrag, den ursprünglich als Kreisleitstelle konzipierten Anbau auf der Basis eines anderen Nutzungskonzeptes zu verwirklichen. Weil die Zeit zur Umsetzung der KP-II-Projekte aus fördertechnischen Gründen drängte, vergab das Immobilienmanagement den Auftrag erstmals seit Jahren an ein externes Architekturbüro - allerdings ohne den gewünschten Erfolg. Wie aus einer Drucksache für den KIM-Ausschuss hervorgeht, wird sich der für Februar vorgesehene Fertigstellungstermin aufgrund mehrerer witterungsbedingter Unterbrechungen wohl bis August verschieben.

Nicht mit den klimatischen Bedingungen in Verbindung stehen hingegen die Mehrkosten: Waren ursprünglich 1,5 Millionen Euro kalkuliert worden für den Anbau, der neben der Leitstelle noch Büroräume, einen Technikbereich sowie eine Garage für Rettungsfahrzeuge umfasst, stehen nach aktuellen Kalkulationen wohl zwei Millionen Euro unter dem Strich. Mehrkosten entstanden unter anderem durch kontaminierte Böden auf dem Gelände, die beseitigt werden mussten, ein um 14 Prozent vergrößertes Raumvolumen, eine in den Bestandsplänen nicht ordnungsgemäß eingetragene Fernwärmeleitung, die Umplanungen nach sich zog, sowie erhöhte Ingenieurs-Honorare durch die externe Vergabe.

„Wir gehen davon aus, dass es mit dem aktualisierten Kostenrahmen getan ist“, erklärt Claudia Zawada im Gespräch mit unserer Zeitung und räumt offen ein, dass die Entscheidung, statt des üblichen Vorlaufs parallel zu planen und die Gewerke auszuschreiben, wenig glücklich gewesen sei. Die entstandenen Mehrkosten seien bedauerlicherweise mit Abstand die prozentual größten Überschreitungen seit dem Bestehen des Immobilienmanagements. Zawada: „Es ist seit sehr langer Zeit das erste Mal, dass so etwas vorgekommen ist - und es wird das letzte Mal bleiben.“

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