Feuerwehr

„Herausragender Fahrzeugpark“

Bei der offiziellen Fahrzeugübergabe durch Michael Barth wurde auch noch mal das vom Bund finanzierte Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz vorgestellt, das bereits im Gerätehaus Oestrich stationiert ist.

Bei der offiziellen Fahrzeugübergabe durch Michael Barth wurde auch noch mal das vom Bund finanzierte Löschfahrzeug für den Katastrophenschutz vorgestellt, das bereits im Gerätehaus Oestrich stationiert ist.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Bei der Feuerwehrausschuss-Sitzung werden sieben neue Fahrzeuge im Gesamtwert von 1,7 Millionen Euro übergeben.

Über eine ganz besondere vorweihnachtliche Bescherung konnten sich am Freitag die hauptamtlichen und vor allem auch viele ehrenamtliche Feuerwehrleute freuen: Zu Beginn der Sitzung des Feuerwehrausschusses wurden insgesamt sieben Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 1,7 Millionen Euro an die Berufsfeuerwehr und die Löschgruppen übergeben.

„Das sind schon einige Werte, die da hinter uns aufgefahren wurden“, betonte der Ausschuss-Vorsitzende Michael Barth (CDU), dass die Logistik ein großes Thema bei der Iserlohner Feuerwehr sei. Dem wird eben seit mehreren Jahren mit einem neuen langfristigen Konzept Rechnung getragen, wonach die Freiwilligen nicht mehr die ausrangierten Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, sondern ebenfalls neuwertige bekommen. Der „herausragende technische Fahrzeugpark“, wie Feuerwehr-Chef Jörg Döring ihn bezeichnete, ist dann auch neben dem bestmöglichen Gerät für die (Lebens-)Rettung von Menschen, worum es in erster Linie geht, zugleich aber auch ein Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehrleute.

Multifunktionalität ist bei Anschaffungen wichtig

Wichtig bei den Neu-Anschaffungen sei auch die Multifunktionalität der Fahrzeuge, da nicht für jede Einsatzsituation ein eigenes bereit gehalten werden könnte, unterstrich Döring. So komme beispielsweise das 400.000 Euro teure „HLF 10“ (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) der Löschgruppe Obergrüne nicht nur bei Bränden, sondern auch bei technischen Hilfeleistungen zum Einsatz. Je 350.000 Euro teuer waren die beiden Löschfahrzeuge vornehmlich (aber eben nicht nur) für den Katastrophenschutz („LF KatS“), die den Löschgruppen Sümmern und Untergrüne übergeben wurden. Und der 300.000 Euro teure Gerätewagen Logistik („GW-L2“) der Löschgruppe Oestrich eignet sich noch einmal besonders, wenn bei Waldbränden über weite Wege Löschwasser herangeschafft werden muss, so wie es 2018 häufig und in diesem Jahr in nicht ganz so großer Zahl der Fall gewesen sei.

Komplettiert wurde die Fahrzeugübergabe durch drei Notarzteinsatzfahrzeuge für den Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr. Die waren je rund 100.000 Euro teuer und weisen vor allem im Inneren einige technische Neuerungen auf. Dass der Ausschuss gewillt ist, den eingeschlagenen Weg der rechtzeitigen Erneuerung des Feuerwehr-Fuhrparks so weiter zu gehen, wurde dann auch noch mal am Ende der Sitzung deutlich, als im nichtöffentlichen Teil der Anschaffung von drei größeren Krankentransportwagen, die auch als Hilfs-Rettungswagen dienen können, sowie einer neuen Drehleiter als Ersatz für das fast zwei Jahrzehnte alte Modell in Letmathe zugestimmt wurde, auf die – das positive Votum im Rat vorausgesetzt – aufgrund der Lieferzeit aber jetzt noch zwei Jahre gewartet werden muss.

Eine Überraschung gab es indes zu Beginn der öffentlichen Sitzung für Christopher Rosenbaum, der seit einem Jahr stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr ist. Vom kommissarischen Chef der Stadtverwaltung, Kämmerer Michael Wojtek, wurde der 49-Jährige zum Brandrat ernannt. Seit 33 Jahren gehört Rosenbaum der Feuerwehr an, zunächst der Jugendfeuerwehr, dann der Löschgruppe Stadtmitte und das auch (und zwar bis 2010), nachdem er 1993 seine Berufung zum Beruf und die Ausbildung bei der Feuerwehr in Dortmund gemacht habe. 2001 kehrte Rosenbaum zurück, bewährte sich zunächst als Gruppenführer und stieg 2007 in den gehobenen Dienst auf. „Als Lehrgangsleiter bildete er dann 2009 den jetzigen Leiter der Feuerwehr aus“, berichtete Wojtek. „Er entwickelte die Einsatzzentrale der Feuerwehr und übernahm vielfältige Aufgaben im Bereich der Abteilung Personal und Einsatzdienst.“ Vor allem in den vergangenen vier Jahren habe er sich durch ein „Höchstmaß an Eigeninitiative und Entscheidungsfreude, durch hervorragende Auffassungsgabe und die Fähigkeit, Lösungen auch für schwierige Problemstellungen zu finden“, ausgezeichnet.

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