IBSV

Highland Cathedral, Pogo und der Strip des Dirigenten

Gleich bei ihrer IBSV-Premiere hat die Showband Juliana begriffen, wie Iserlohn schützenfest-musikalisch tickt. Die Verpflichtung der Niederländer war ein Volltreffer.

Gleich bei ihrer IBSV-Premiere hat die Showband Juliana begriffen, wie Iserlohn schützenfest-musikalisch tickt. Die Verpflichtung der Niederländer war ein Volltreffer.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Die Verabschiedung der Kapellen im großen Festzelt bedient wirklich gekonnt die Erwartungen des Publikums.

Es könnte wohl eher der Danzturm im Fröndenberg versinken, als das etwas anderes passiert: eine Verabschiedung der Kapellen ohne „Highland Cathedral“. Kult aus einer Zeit, in der es auf der Alexanderhöhe noch vor britischen Militärkapellen wimmelte.

50. Internationale Musikparade

Die Zeit ist vorbei, und so waren es wieder die Kooperationen heimischer „Player“, die für Ersatz sorgten. Die „Waldstädter“ haben mit den 58th Scottish Volunteers zu Schützenfest ja ohnehin schon eine Art Spielgemeinschaft begründet. Und die 1st Sauerland Pipes und Drums konnten wieder auf die Iserlohner Stadtmusikanten zurückgreifen, um das so beliebte Zusammenspiel zwischen Marchingband und Pipes & Drums zu zelebrieren. Und besagte Iserlohner Stadtmusikanten bewiesen zum Finale, dass sie den Titel Deutscher Meister nicht umsonst tragen.

Und da waren noch zwei weitere Kapellen, die eindeutig erkannt haben, wie Iserlohn musikalisch tickt: die Showband Juliana aus den Niederlanden und „The Royal British Legion Band“. Absolute militärische Präzision im Marsch und ein paar Takte später dann ausgelassene Lockerheit. Da tanzen die Niederländer fast schon Pogo, oder der britische Bandmaster zieht sich mitten im Stück stripartig die halbe Uniform aus. Und dazu dann eben eine brillante Musikauswahl. Da fällt es dann wirklich schwer, Abschied zu nehmen.

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