Volkshochschule

Hilfe auf dem langen Weg zum Traumberuf

Beraten, den Weg ebnen und unterstützen: Die Frauen der Beratungsstelle zur beruflichen Weiterbildung bei der VHS Iserlohn. helfen auf dem Weg zum Beruf. V.li.: Karina Wiedemeyer, Lieselotte Berthold und Nadja Pesch.

Foto: Torsten Tullius

Beraten, den Weg ebnen und unterstützen: Die Frauen der Beratungsstelle zur beruflichen Weiterbildung bei der VHS Iserlohn. helfen auf dem Weg zum Beruf. V.li.: Karina Wiedemeyer, Lieselotte Berthold und Nadja Pesch.

Iserlohn.  Die VHS-Beratungsstelle unterstützt Berufsrückkehrer und hilft Jugendlichen bei der Orientierung

Die Arbeitswelt befindet sich seit einigen Jahren in starkem Wandel, nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung. Begriffe wie „Lebenslanges Lernen“ oder „Flexibilität am Arbeitsplatz“ sind längst Teil des allgemeinen Wortschatzes und stellen Arbeitnehmer jedweden Alters vor stetig neue Herausforderungen – Herausforderungen, die auch Chancen sein können.

Vor allem den Chancen widmet sich die Beratungsstelle zur beruflichen Weiterbildung der VHS. Das Team, bestehend aus der Leiterin Karina Wiedemeyer und den Bildungsberaterinnen Elvira de Pasqua, Nadja Pesch und Lieselotte Berthold, berät alle, die sich weiterbilden möchten oder über neue Berufs-Perspektiven nachdenken.

Letzte Bewerbung liegtmanchmal Jahre zurück

Im Kern dieses kostenlosen Angebots, das vom Land NRW und dem Europäischen Sozialfonds unterstützt wird, steht die „Beratung zur beruflichen Entwicklung (BbE)“. Hier können etwa Berufsrückkehrende im Gespräch mit einer Beraterin wieder Fuß fassen. Manche standen schon lange im Berufsleben und haben in ihrem Job pausiert, so aufgrund der Betreuung der Kinder oder einer längeren Krankheit.

„Die letzte Bewerbung liegt manchmal Jahre zurück. Wir schauen dann gemeinsam, was hat sich verändert: Wie gestaltet man eine Bewerbung zeitgemäß, was kann man bei einem Vorstellungsgespräch optimieren?“, sagt Nadja Pesch. Aber die „BbE“ sei darüber hinaus auch ein wichtiges Werkzeug für junge Menschen, ihren „Traumberuf“ zu finden, wie Lieselotte Berthold am Beispiel einer 20-jährigen Schülerin erläutert: „Die junge Frau besuchte eine sozialpädagogische Fachschule und wusste nicht so recht, ob das der richtige Weg ist. Anhand des Talentkompasses NRW, einem Leitfaden, den man gemeinsam mit den Ratsuchenden durcharbeiten kann, wurde ihr klar: Die Schule bietet exakt die Möglichkeiten, um ihre beruflichen Ziele, mit Menschen und Tieren zu arbeiten, zu realisieren.“

Anstöße liefern, konkrete Fachkompetenz anbieten – diese Kombination macht die Arbeit für Elvira de Pasqua zu „einer tollen Aufgabe. Wir müssen die Menschen nicht akut in Arbeit bekommen, sondern können mit ausreichend Zeit ausgestattet individuell beraten“. Eine „BbE“ kann bis zu neun Stunden umfassen, über die der Teilnehmer frei verfüge.

„Unser Angebot ist bewusst niedrigschwellig, jeder ist willkommen“, fährt Elvira de Pasqua fort, was Lieselotte Berthold bestätigt: „Zu uns kommen Leute mit den verschiedensten Biografien und im Alter von 18 bis 70 Jahren.“

Die Nationalität spielt dabei keine Rolle. Mit der „Fachberatung berufliche Anerkennung“, einem weiteren Angebot der Beratungsstelle, können Zugewanderte etwa feststellen, ob ihre im Ausland erworbenen Fähigkeiten in Deutschland anerkannt werden. Ist dies nur bedingt der Fall, so lässt sich dieses Defizit durch eine Anpassungsqualifizierung beheben.

Die berufliche Weiterbildung ist eine weitere Säule der Arbeit von Karina Wiedemeyer und ihren Kolleginnen. So gewährt der „Bildungsscheck NRW“ Beschäftigten und, seit Ende April 2018 auch Selbstständigen, einen Zuschuss zur Fortbildung von bis zu 500 Euro.

Diskretion und Vertrauensind die Basis der Arbeit

Für alle Angebote gelten Diskretion und Vertrauen, wie Nadja Pesch betont: „Bei uns gibt es keine Restriktionen, Inhalte bleiben privat.“

Das Gesamtpaket der Möglichkeiten, das der Beratungsstelle zur Verfügung stehe, zeige, dass die Politik sich Weiterbildung auf die Fahnen geschrieben habe und das auch umsetze, freut sich Elvira de Pasqua. Das wirke sich auch auf die Zusammenarbeit aus, wie Karina Wiedemeyer bemerkt: „Wir ziehen alle an einem Strang.“

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