14. Iserlohner Gesundheitstag

Hilfe gegen Schmerzen – und schlechte Laune

Dr. Karsten Knizia berät im Sprechzimmer der Wirbelsäulenchirurgie der Paracelsusklinik Betroffene zunächst in Richtung einer kurzzeitigen Schmerztherapie, bevor über eine Operation nachgedacht wird.

Dr. Karsten Knizia berät im Sprechzimmer der Wirbelsäulenchirurgie der Paracelsusklinik Betroffene zunächst in Richtung einer kurzzeitigen Schmerztherapie, bevor über eine Operation nachgedacht wird.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn/Hemer.  Chefarzt Dr. Karsten Knizia spricht am Samstag um 16 Uhr im Parktheater über die Wechselwirkung zwischen beidem und was man dagegen tun kann.

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Es ist ein Teufelskreis: Wer unter Rückenschmerzen – zum Beispiel bedingt durch den Verschleiß der Wirbelsäule – leidet, hat dadurch in der Regel schlechte Laune. „Mit der man dann wiederum den Schmerz natürlich als noch schlimmer wahrnimmt und empfindet“, sagt Dr. Karsten Knizia. Die Folge sind eine Schonhaltung und dadurch muskuläre Verspannungen, die zu weiteren Schmerzen führen könnten und so weiter.

Über die Wechselwirkung von chronischen Schmerzen und Wohlbefinden und vor allem, was Betroffene dagegen tun können, wird der Chefarzt aus der Hemeraner Paracelsusklinik am morgigen Samstag ab 16 Uhr zum Abschluss des 14. Iserlohner Gesundheitstages im Parktheater berichten, und zwar aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht.

Wirbelsäulenchirurgie seit mehr als 13 Jahren im Fokus

Denn das ist das Gebiet, dem sich der gebürtige Gummersbacher, der mit seiner Familie in Dortmund lebt, seit mehr als 13 Jahren intensiv widmet. Zuvor hatte Knizia nach dem Studium in Freiburg („Des sehr guten Rufes wegen“) zunächst in der Sportklinik in Hellersen seinen Facharzt für Orthopädie gemacht, anschließend im Knappschaftskrankenhaus Dortmund den für Chirurgie und schließlich noch im Bergmannsheil in Gelsenkirchen den für Unfallchirurgie.

Seit seinem Wechsel als Oberarzt ans St.-Marien-Hospital in Hamm 2006 befasst er sich mit der Wirbelsäulenchirurgie, seit 2011 dann an der entsprechenden Klinik des Klinikums Dortmund, bevor er Anfang Dezember vergangenen Jahres die Verantwortung für den Bereich in der Hemeraner Klinik übernahm. Im März folgte ihm dann noch sein langjähriger Dortmunder Kollege Dirk Prickel, der Leitender Oberarzt in der Paracelsusklinik wurde. Oberarzt Roman Vataman komplettiert das Team der Wirbelsäulenchirurgie, das sich über steigende Zahlen bei den stationären Behandlungen freuen kann.

Ein Grund dafür ist die dreitägige Schmerztherapie, mit der nach einer umfangreichen Diagnostik zunächst einmal versucht wird, auf eine Operation möglichst verzichten zu können. „Wenn allerdings die Behandlung unter anderem mit Spritzen und Infusionen doch nicht zum gewünschten Erfolg führt, so liefert sie aber wichtige Zusatzinformationen für das weitere Vorgehen.“

Auch bei den Operationen verfolgt das Team dann das Ziel einer möglichst wenig traumatischen Behandlung. Bei minimalinvasiven Eingriffen, bei denen mit nur kleinen Schnitten, dem Mikroskop und winzigen Geräten gearbeitet wird, wird beispielsweise der Rückenmarkskanal effektiv erweitert. Oder es werden mittels einer minimalinvasiven Kyphoplastie Wirbelbrüche (beispielsweise infolge von Osteoporose) mit Knochenzement aufgefüllt und stabilisiert. Auch mikrochirurgische Bandscheiben-OPs und die Nervenverödung bei chronischen Rückenschmerzen gehören zum Behandlungsspektrum in Hemer. Das wird Dr. Knizia morgen natürlich auch vorstellen und vor allem aber auch sagen, was jeder selbst tun kann, damit es gar nicht erst so weit kommen muss.

Die Mitmach-Angebote, die zur Freude auch des Orga-Teams – Andreas Düllmann (DAK Gesundheit), Dr. Till Ossenkop (Schiller-Apotheke), Reinhard Adam (Optik Adam), Katrin Meyer (IKZ AV) und Torsten Lehmann (IKZ) – erneut beim Gesundheitstag in Zusammenarbeit mit der VHS im Studio des Theaters stattfinden, hält der 53-Jährige dann auch für „eine Super-Sache“. Denn egal ob Yoga, Tai Chi oder Zumba – alles, was dabei hilft, Stress abzubauen und den Rücken beweglich zu halten, hilft Schmerzen vorzubeugen und für gute Laune zu sorgen.

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