Flüchtlinge

Hilfen für traumatisierte Frauen

Frauenhausleiterin Anna Müller und die AWO-Verantwortlichen Meinolf und Miriam Remmert, Tina Reers, Susanne Jakoby und Merle Duchstein stellten das nuee Beratungsangebot für traumatisierte Flüchtlingsfrauen vor.

Foto: Michael May

Frauenhausleiterin Anna Müller und die AWO-Verantwortlichen Meinolf und Miriam Remmert, Tina Reers, Susanne Jakoby und Merle Duchstein stellten das nuee Beratungsangebot für traumatisierte Flüchtlingsfrauen vor. Foto: Michael May

Iserlohn.   Die AWO und das Frauenhaus starten Beratung für weibliche Gewaltopfer unter den Flüchtlingen im Weingarten 5.

„Aufgrund der steigenden Zahlen von Flüchtlingsfrauen ist trotz bestehender Angebote eine Unterversorgung der von Gewalt betroffenen und traumatisierten Frauen erkennbar“, erklären Merle Duchstein und Miriam Remmert von der neuen AWO-Beratungsstelle „Beratung und Unterstützung von Gewalt betroffenen traumatisierten Flüchtlingsfrauen“ in Iserlohn. Von aktuell 557 Flüchtlingen in Iserlohn sind 190 weiblich, 367 männlich und 159 minderjährig.

Merle Duchstein und Miriam Remmert sind ab sofort unter der Adresse im Weingarten 5 Anlaufstelle für die betroffenen Frauen, um ihnen in der neuen Beratungsstelle in einem geschützten Rahmen Hilfen anzubieten und aufzuzeigen. Sie bieten den Frauen die Möglichkeit eines vertraulichen Gesprächs, offene Gruppentreffen und individuelle Begleitung.

Zur Beratung ist auch Kinderbetreuung möglich

Das Land NRW fördert bis Ende des Jahres dieses Projekt, das in Kooperation mit dem Frauenhaus entstanden ist. „Wir hatten im vergangenen Jahr bereits 20 Anfragen und haben sechs Flüchtlingsfrauen aufgenommen. Die anderen waren nicht geeignet aufgrund der Aufenthaltszuordnung“, erklärt Anna Müller, Leiterin des Iserlohner Frauenhauses. Durch die Residenzpflicht in anderen Städten gebe es bürokratische Probleme. Auch bei den elf Flüchtlingsfrauen, die in diesem Jahr mit ihren Kindern Zuflucht im Frauenhaus gefunden haben. Die Einrichtung arbeitet mit verschiedenen Institutionen zusammen.

Die AWO-Trauma-Beraterinnen bieten jeweils dienstags von 9 bis 12 Uhr Sprechstunden an. Dazu kann auch eine Kinderbetreuung sichergestellt werden.

Das Angebot sei eine gute Ergänzung der bereits länger bestehenden Integrationsagentur der Arbeiterwohlfahrt an der Peterstraße, die im Rahmen des Projekts Arbeit, Potenziale und Perspektiven Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Asylbewerber und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt anbietet. Die individuelle Beratung zur Integration in den Arbeitsmarkt steht dort im Vordergrund.

Mit Hilfe von mehrsprachigen Flyern wollen die AWO-Beteiligten jetzt in den Sprachkursen für Flüchtlinge und in Kindertagesstätten auf dieses neue Angebot hinweisen.

Die Ansprechpartnerinnen sind erreichbar per E-Mail an merle.duchstein@awo-ha-mk.de oder unter 0157/89222383 sowie miriam.remmert@awo-ha-mk.de, 0157/38387460

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