Festival

Hochkultur trifft auf Landleben

„Für unsere Premiere haben wir hochkarätige Musiker gewinnen können, zu denen wir eine freundschaftliche Beziehung hegen“: Martin Kallnischkies und Sarah Mikus freuen sich auf „ihr“ Festival.

„Für unsere Premiere haben wir hochkarätige Musiker gewinnen können, zu denen wir eine freundschaftliche Beziehung hegen“: Martin Kallnischkies und Sarah Mikus freuen sich auf „ihr“ Festival.

Foto: Carolin Meffert

Rheinen.  Auf Hof Mikus findet zum ersten Mal das Hofmusik-Festival statt. In ländlicher Idylle können Besucher verschiedene Kammermusik-Konzerte genießen.

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Kleine Tische, die aus Heuballen geformt sind, und bequem gepolsterte Holzstühle stehen auf Hof Mikus im Norden Iserlohns schon bereit. Im Juli können es sich rund 400 Besucher dann hier bequem machen, wenn auf der Wiese, die nahe den Kuhställen des Bauernhofs liegt, eine außergewöhnliche und einzigartige Konzertfläche entsteht.

Denn auf Hof Mikus feiert das Hofmusik-Festival seine Premiere und soll zeigen, dass klassische Musik auch an Orten stattfinden kann, von denen man es auf den ersten Blick nicht erwartet. Die Wiesenfläche auf dem Hof Mikus bietet sich jedoch hervorragend für die Open-Air-Konzertreihe an. „Die Wiese hat eine natürliche Steigung, so dass man auch an den hintersten Tischen noch die Bühne im Blick hat“, erklärt Sarah Mikus, die auf dem Hof ihrer Eltern groß geworden ist.

Organisatoren sind in der Branche tief verwurzelt

Gemeinsam mit ihrem Freund Martin Kallnischkies ist sie auf die Idee für das Hofmusik-Festival gekommen. Neu in der Branche sind die zwei nicht. Sarah Mikus ist Orchesterdisponentin des Beethoven-Orchesters Bonn und Martin Kallnischkies der Orchestergeschäftsführer der Niederrheinischen Sinfoniker des Theaters Krefeld-Mönchengladbach. Dadurch können sie nicht nur von ihren Erfahrungen profitieren, sondern auch von ihren Kontakten zu den Künstlern. „Für unsere Festival-Premiere haben wir hochkarätige Musiker gewinnen können, zu denen wir eine freundschaftliche Beziehung hegen“, erklärt Sarah Mikus.

Den Anfang macht am 19. Juli Alexander Krichel, der sich mit seinen 30 Jahren als eine der vielversprechendsten und intelligentesten Stimmen unter den jungen Pianisten etabliert hat. Auf dem Hofmusik-Festival präsentiert er aus seinem Album „An die ferne Geliebte“ Werke von Beethoven, Wagner, Kreisler und Schumann. Mit Saxofonistin Asya Fateyeva steht am 20. Juli eine weitere Solistin auf der Festival-Bühne und interpretiert mit ihrem Saxofon unter anderem Strauss, Rachmaninov und Gershwin.

Am zweiten Festival-Wochenende (26. Juli) begeistert dann das Blechbläserensemble „Ensemble Brassonanz“ epochenübegreifend mit Spaß an neuen Klängen. Von Bach bis Big Band gestaltet sich das Programm sehr abwechslungsreich. Das Boulanger Trio findet am 27. Juli mit seiner Sicht auf die Werke für jeden Komponisten eine eigene Tonsprache und wird das Publikum mit einem leidenschaftlichen Spiel und intelligenten Interpretationen von Clara Schumann, Robert Schumann und Antonin Dvoràk überzeugen.

Neben dem Gehör sollen aber auch die anderen Sinne auf ihre Kosten kommen: An den Konzertabenden werden Lammbratwürste mit Schwerter Senf und regionalem Brot sowie selbst gemachte Pockhucke angeboten. Zudem können die Biere der Waldstadtbrauerei, Moselweine sowie ein eigens für das Festival kreierter Ginansatz verköstigt werden. „Der Einlass ist bereits ab 17.30 Uhr, auch wenn die Konzerte erst um 20 Uhr beginnen. Die Besucher haben dann die Gelegenheit den Hof zu erkunden, in die Ställe zu gehen und die Kühe zu streicheln, oder auch mit den Bauern ins Gespräch zu kommen.“ Tickets: www.hofmusik-festival.de.

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