Jahreshauptversammlung

Hoher Unterhaltungswert beim Freundeskreis

Einstimmig wurden die Vorstandsmitglieder in einer Blockabstimmung in ihren Ämtern bestätigt.

Foto: Oliver Bergmann

Einstimmig wurden die Vorstandsmitglieder in einer Blockabstimmung in ihren Ämtern bestätigt.

Iserlohn.   Die Unterstützer der Musikschule führen mit unverändertem Vorstand ihre erfolgreiche Arbeit fort. Die Musik stand im Mittelpunkt der Versammlung.

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Alles wie gehabt beim Freundeskreis der städtischen Musikschule: Tone Johansen-Junius ist als Vorsitzende ebenso einstimmig in ihrem Amt bestätigt worden wie ihr Stellvertreter Dr. Uwe Breitrück, Schatzmeister Thomas Nagel und Schriftführer Werner Geck. Paul Breidenstein ist als Musikschulleiter automatisch Mitglied des Vorstandes. Die Neuwahl erfolgte in der Aula des Stenner-Gymnasiums im Block per Handzeichen. Alles andere hätte auch zu Problemen geführt, weil keine Stimmzettel vorbereitet waren, gestand Versammlungsleiter und Kassenprüfer Ulrich Betten mit einem Augenzwinkern ein.

Preisgekrönte junge Musiker gestalteten den Abend

Doch das war nur ein Teil der Jahreshauptversammlung am letzten Februar-Tag. Im Mittelpunkt standen die vielversprechendsten Talente der Musikschule Iserlohn – jene, die beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ ganz vorne landeten. Auch das Sinfonieorchester formierte sich, um einige Stücke zu spielen. Die offiziellen Tagesordnungspunkte wie die Berichte und Wahlen hatten allenfalls Beiwerk-Charakter. Es lohnte sich dennoch genau hinzuhören, denn an guten Nachrichten mangelte es nicht. Tone Johansen-Junius erwähnte zwar in ihrem Rückblick, dass die schmerzhaften und überraschenden Todesfälle der jüngeren Vergangenheit noch nachwirken, „aber wir sind alle wieder dabei, Kraft zu schöpfen“.

Sehen lassen konnten sich die 13 Sonderkonzerte der Lehrkräfte, womit ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Außerdem wurde kräftig investiert: Für drei Violinen, einen Klassensatz Instrumente, die von der Streicherklasse der Letmather Kilianschule genutzt werden, vier E-Pianos, vier Kinderbaritone und elf Kindergitarren machte Schatzmeister Nagel Geld locker. Er verbuchte trotz der Ausgaben in Höhe von 45 186,79 Euro für Stipendien, Reparaturen und Reisen ein sattes Plus in der Kasse. Das Vermögen des Vereins stieg von 17 164,24 Euro (Stand 1. Januar 2017) auf 51 765,39 Euro. Auf der Einnahmeseite stehen nämlich 79 787,94 Euro aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und der Vermietung von Instrumenten. Nagel warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen an ähnliche Zahlen in den kommenden Jahren: „Die Spenden des vergangenen Jahres werden in den kommenden Jahren zu Ausgaben führen.“

Unter anderem geht das Orchester wieder auf Reisen. Das Ensemble nimmt im Sommer am Europäischen Musikfestival teil, das diesmal im niederländischen Teil des Frieslandes ausgetragen wird. Darauf ist Paul Breidenstein als dessen Leiter mächtig stolz: „Es gibt etwa 1000 öffentliche Musikschulen in Deutschland, aber nur zehn bis 15 Orchester fahren dorthin. Für uns wird es eine besondere Ehre sein, unser Land zu vertreten.“ Zuvor musste das Orchester eine Bewerbung einreichen und ausgewählt werden.

Vorfreude auf den Umzug zum neuen Letmather Standort

Dieser große Auftritt ist einer der fünf Punkte, die für Breidenstein in diesem Jahr von besonders hoher Bedeutung sind. Dass an der Kilianschule jetzt ein zweiter Jahrgang Streichunterricht an Cello, Bratsche und Geige startet, macht ihn ebenso glücklich wie die Gitarren-AG an der Saatschule, in der elf Schüler aktiv sind. Beide Projekte werden von Lehrern der Musikschule begleitet. Dann die internationalen Herbsttage für Musik: Die bevorstehende 40. Auflage wird wieder einen Höhepunkt des kulturellen Jahresprogramms überhaupt darstellen. Diesmal wird mit Professor Matthias Höfs ein Trompeten-Meister in die Stadt kommen. Eröffnet werden die Herbsttage am 2. Oktober in der Obersten Stadtkirche, das festliche Abschlusskonzert steigt am 7. Oktober im Parktheater. Paul Breidenstein hat sich aber auch den 22. Dezember im Kalender angestrichen. „Für diesen Tag ist die schlüsselfertige Übergabe der Trillingschen Villa vorgesehen. Sie wird das neue Domizil der Zweigstelle Letmathe und in ein, zwei Monaten ist Baubeginn.“

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