„Die Iserlohner“

„Ich traue mir zu, Bürgermeister zu sein“

„Das Amt verlangt den vollen persönlichen Einsatz und die ganze Aufmerksamkeit“: Michael Joithe ist sich der Größe der Aufgabe im Falle einer

„Das Amt verlangt den vollen persönlichen Einsatz und die ganze Aufmerksamkeit“: Michael Joithe ist sich der Größe der Aufgabe im Falle einer

Foto: Michael May

Iserlohn.   Michael Joithe will mit der Wählergemeinschaft „Die Iserlohner“ in den Rat und an die Spitze der Stadt.

Michael Joithe (45), Politiker der Wählergemeinschaft „Die Iserlohner“, strebt das Bürgermeisteramt in Iserlohn an. „Ich schließe nicht aus, für die Bürgermeisterwahl im September 2020 zu kandidieren. Eine Entscheidung wird aber erst im Spätherbst 2019 bei einer Mitgliederversammlung fallen. Um mich dort zur Wahl zu stellen, müssten aber wirklich alle Parameter, auch in der Unternehmensnachfolge, passen“, erklärt Joithe. „Ich kann mir das aber grundsätzlich vorstellen und ich traue mir das zu, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen. Und ich will definitiv in den Rat.“

Während die SPD erste Bewerbungen sichtet, die nach einer Ausschreibung im Dezember 2018 eingegangen sind, und die CDU sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern will, sind „Die Iserlohner“ fest entschlossen, zur Kommunalwahl 2020 in allen Wahlbezirken mit Direktkandidaten anzutreten und mit einem eigenen Spitzenkandidaten in die Direktwahl für das Amt des Bürgermeisters zu gehen.

Joithe, der über sein Engagement bei den Wirtschaftsjunioren und in der Stadtschulpflegschaft in die Politik gekommen ist, würde im Falle einer Kandidatur und eines Erfolgs bei den Bürgermeisterwahlen seine Arbeit im Familienbetrieb „Industriereifen Mirgeler GmbH“ ruhen lassen.

„Das Amt verlangt den vollen persönlichen Einsatz und die ganze Aufmerksamkeit“, sagt er im Gespräch mit der Heimatzeitung. „Gleichzeitig ist aber wichtig, immer eine Rückkehroption zu haben, da man sich nicht aus Gründen des Machterhalts verbiegen lassen sollte.“

Der Familienvater, der den Betrieb mit seinen Eltern Marita und Hubert führt und mit ihnen, seiner Ehefrau und seiner 14-jährigen Tochter in einem Mehrgenerationenhaus in Letmathe lebt, betont, dass seine Familie im Falle einer Kandidatur hinter ihm stünde. „Wir sind uns einig, auch, dass die Familie wichtig ist und bleibt. Sie ist der Kern, aus dem ich Kraft schöpfe.“

„Ich habe oft kopfschüttelnd im Rat gesessen“, sagt Joithe, der als Vorstandsmitglied der Stadtschulpflegschaft regelmäßig Ausschüsse und Ratssitzungen besucht.

„Allein das System Partei, die Art und Weise, wie dort Posten vergeben werden, wie dort Entscheidungen getroffen werden, war für mich als Unternehmer nie ein Thema. Die etablierten Parteien haben keine Anziehungskraft für mich, weil es nicht um die fachliche Qualität, sondern um den Parteienvorbehalt geht. Ideologische Schranken sind für mich kein Maßstab. Mir geht es um Sachargumente, nicht um eine Parteilinie“, ist Michael Joithe überzeugt, dass nur eine, die neue Kraft „Die Iserlohner“, die im Februar 2018 gegründet worden sind, die Politik in der Stadt nachhaltig verändern kann.

Aus Betroffenen sollen Beteiligte werden

Politik auf der kommunalen Ebene, ist Joithe überzeugt, könne nur funktionieren, wenn man bei Entscheidungen, wie der umstrittenen zur zweiten Gesamtschule alle Beteiligten einbinde, anhöre und mitnehme. „Der Runde Tisch sollte eher die Regel als die Ausnahme sein. Meine Philosophie ist, dass aus Betroffenen einer politischen Entscheidung Beteiligte werden müssen“, sagt Joithe.

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