Bau

IGW: „Wohnen am Baarbach“ feiert Richtfest

Gute Laune herrschte beim obligatorischen Schluck aus dem Schnapsglas. In der Mitte IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl, rechts daneben Aussichtsratschef Michael Schmitt.

Foto: Wolfgang Meutsch

Gute Laune herrschte beim obligatorischen Schluck aus dem Schnapsglas. In der Mitte IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl, rechts daneben Aussichtsratschef Michael Schmitt. Foto: Wolfgang Meutsch

Iserlohn.   Die Wohnungen können voraussichtlich zum 1. Oktober übergeben werden. Für den Bauleiter gab es Lob

Sonniges Wetter wie bei der Grundsteinlegung Mitte Mai vergangenen Jahres konnte IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl am Samstagvormittag nicht bieten, schon gar nicht sommerliche Temperaturen. Dennoch waren die Besucher beim Richtfest des Bauprojekts „Wohnen am Baarbach – Mitten im Leben“ angesichts des Baufortschritts froh gestimmt. Keine neun Monate nach dem Baubeginn versammelten sich auf dem vorübergehend gesperrten Abschnitt der unteren Wallstraße Vertreter der IGW, Planer, Handwerker und etliche der zukünftigen Nutzer, um die Fertigstellung des Rohbaus zwischen Schauburg und renaturiertem Bachlauf zu feiern.

IGW-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Schmitt hielt als erster eine kurze Ansprache und berichtete von unterschiedlichen Begriffen, die es für die Feier zum Abschluss der Rohbauarbeiten gebe – vom „Bauheben“ über das „Weihefest“ bis zum „Firstbier“. Letzterer habe ihm besonders gut gefallen. Es sei der richtige Zeitpunkt, Danke zu sagen an die Bau- und Projektbeteiligten, sagte Schmitt und berichtete mit Freude, dass es keinerlei Arbeitsunfälle gegeben habe. „Ich wünsche der IGW noch eine Menge weiterer Richtfeste“, formulierte Schmitt mit Blick auf die aktuelle IGW-Aufgabe der Stadtentwicklung und mögliche zukünftige Aufgaben im Bereich der Infrastruktur. „Das kann ja noch kommen.“

Kindertagesstätte soll zum 1. August eröffnen

IGW-Chef Olaf Pestl drückte angesichts der Kälte ebenfalls aufs Tempo. Er könne nur Gutes über den Baufortschritt berichten, der Zeitplan sei exakt eingehalten worden. „Also bei dieser Baustelle kann ich richtig gut schlafen“, sagte Pestl und lobte den externen Bauleiter Jonas Giehler für seine gute Arbeit im Spannungsfeld zwischen der IGW als Bauherrn und den Handwerkern. Einige Firmen – Fensterbauer, Heizungsbauer und Trockenbauer – waren sogar am Samstag rund um das Richtfest auf der Baustelle aktiv. Die konnten die Gäste am Samstag allerdings nur in einem ganz kleinen Rahmen besichtigen. Weil in der zukünftigen DRK-Kindertagesstätte bereits die Fußbodenheizung verlegt ist und der frisch eingebrachte Estrich trocknen muss, war nur ein Raum ausgenommen, von dem die Besucher einen Blick in das Innere werfen konnten. Er sei guten Mutes, dass die Kita zum 1. August starten könne, und widersprach damit einem Gerücht, das ihn erreicht hatte, mit dem Tenor, es gebe Verzögerungen. Mit Blick auf die Pläne des DRK freute sich Pestl: „Die Innenausstattung muss bombastisch werden.“

Der Iserlohner DRK-Geschäftsführer Michael Vucinaj wusste am Rande des Richtfestes zu berichten, dass drei Viertel der 90 Kita-Plätze mittlerweile vergeben seien. Auch für Kinder unter drei Jahren seien nur noch wenige Plätze frei. Die geplante gute Ausstattung profitiere davon, dass das DRK in den Genuss eines Förderprogrammes des Landes NRW gekommen sei. Auch er gehe fest von einer Eröffnung zum 1. August aus.

Für den Richtspruch stieg schließlich Zimmermeister Eckhard Roß aus Neuenrade, dessen Unternehmen das Staffelgeschoss in der obersten Etage erstellt hatte, zusammen mit IGW-Chef Olaf Pestl, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Schmitt, IGW-Projektleiterin Daria Balk, Architekt Manfred Schmidt und Bauleiter Jonas Giehler ausgesprochen mühevoll über das schmale Baugerüst zum Dachgeschoss auf. „Der Herrgott möge es bewahren vor Feuer und vor Kriegsgefahren“, lautete der Segen innerhalb seines Richtspruches, bevor er das obligatorische Schnapsglas in die Tiefe schmetterte.

Blick in die Wohnungen noch nicht möglich

Weil die Treppenhäuser noch nicht zu begehen sind – an der Gerichtstraße wird neben dem Aufzug ein Laubengang als Stahlkonstruktion angebracht – konnten auch die Damen des Fördervereins Iserlohner Beginenhof noch keinen Blick in ihre zukünftigen Wohnungen werfen. „Sie sind sehr tapfer“, hatte Pestl die Frauen in seiner Ansprache gelobt. Zwölf der 35 barrierefreien Wohneinheiten sind inzwischen für die „Beginen“ reserviert, und sie sind weiterhin auf der Suche nach Mitstreiterinnen, die in das Gebäude einziehen wollen, das für die Hausgemeinschaft einen Gemeinschaftsraum im Dachgeschoss haben wird. Außerdem wird die Diakonie zwei große Wohnungen für betreutes Wohnen nutzen.

Wenn die Kindertagesstätte planmäßig am 1. August den Betrieb aufnimmt, werden die Arbeiten in den Wohnungen noch weitergehen. Für sie nannte Pestl den 1. Oktober als Übergabetermin und zeigte sich überzeugt, dass es am Bau weiterhin planmäßig vorangehe. Die feierliche Übergabe, betonte der IGW-Chef, wolle er auf jeden Fall bei gutem Wetter feiern.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik