Formel 1

Im fernen Osten nach den Sternen greifen

Treffen mit celerity, Formel 1 in der Schule

Foto: Michael May

Treffen mit celerity, Formel 1 in der Schule Foto: Michael May

Iserlohn.   Das „celerity.team“ reist heute zur Weltmeisterschaft von „Formel 1 in der Schule“ nach Malaysia

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Heute um 18.15 Uhr startet der Flieger. Von Düsseldorf geht es über Amsterdam nach Kuala Lumpur und dort ins Sunway Resort Hotel, wo am Freitag die Weltmeisterschaften von „Formel 1 in der Schule“ beginnen. Auf dem Plan steht nicht nur die WM mit den kleinen Rennfahrzeugen, sondern auch ein Besuch des parallel laufenden echten Formel-1-Rennens, ein wenig Sightseeing und natürlich das Kennenlernen von 52 anderen Jugend-Teams aus 26 Ländern.

Der insgesamt elftägige Tripp nach Malaysia ist für die vier Mitglieder des Iserlohner „celerity. team“ mit Sicherheit das größte Abenteuer in ihrem noch jungen Leben. Am Montagabend – also zwei Tage vor dem Start in den fernen Osten – war bei Larissa Pirello (18), Bine Blechmann (17), Jonas Trittin (19) und Paul Trittin (17) aber von besonderer Aufregung oder auch maßloser bis ausgeflippter Vorfreude wenig zu spüren. Die vier MGI-Schüler sind das, was man in Sport und Wettkampf wohl fokussiert nennt. „Wir rechnen uns schon etwas aus bei der WM“, sagt Team-Managerin Larissa Pirello.

Trittin-Brüder haben noch mal alles auf den Kopf gestellt

Und dafür haben sie eine Menge Arbeit investiert – nach dem bisher so unglaublich erfolgreichen Rezept, das die vier durch die NRW- und deutschen Meisterschaften gleiten ließ wie ein heißes Messer durch Butter. Während Larissa die Organisation unter ihren Fittichen hat, haben die beiden Trittin-Brüder seit dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft am 13. Mai alles noch einmal auf den Kopf gestellt. Das ganze Präsentations-Portfolio mit Formel-1-Box, Broschüren, Werbefilm und und und hat Grafik-Designer Jonas nochmals runderneuert. Und Konstrukteur Paul hat den Wagen überholt und drei neue Boliden entwickelt, gefräst und lackiert – alles unter Profi-Bedingungen und mit Hilfe von unterstützenden Firmen und Agenturen der Region. Damit das alles funktioniert, hat Bine als Marketingmanagerin das Sponsoring zum Glühen gebracht. Rund 50 000 Euro hat sie seit der Deutschen Meisterschaft rangeschafft – größtenteils in Sachwerten, teilweise aber auch in Bar, um die enormen Kosten der Reise zu finanzieren, die das Team zusammen mit zwei Mentoren der SIHK, also zu sechst, antritt.

Die Vorbereitungen sind zwar auch bei diesem letzten Team-Treffen in ihren eigenen Arbeitsräumen, die ihnen ihr Haupt-Sponsor „Schlüter-Systems“ zur Verfügung gestellt hat, noch lange nicht abgeschlossen. Es ist aber kaum vorstellbar, dass es in Malaysia ein besser geöltes Team gibt. Konzentriert arbeiten vor allem die beiden Jungs auch jetzt noch an den letzten Details. Beim Lackieren sei etwas schief gelaufen, sagt Paul Trittin, weswegen auch die beiden Rennwagen, die letztendlich in Kuala Lumpur den Sieg einfahren sollen, noch nicht fertig sind.

Beim großen Gala-Dinner werden die Sieger gekürt

Auch in Malaysia ist das Programm bis zur Titelvergabe Mitte kommender Woche mehr als straff. Präsentationen – nicht nur in der Boxengasse, sondern auch vor der Wettkampf-Jury – Knock-Out-Rennen, dann die eigentlichen Meisterschaften und am Ende ein Gala-Dinner, bei dem dann das Ergebnis bekannt gegeben wird. Erst danach können die vier in Malaysia noch ein paar Tage ausspannen.

Die Weltmeisterschaft nehmen sie sehr ernst. Ebenso sehr freuen sie sich aber auf die Begegnung mit den vielen anderen Jugendlichen aus aller Welt. „Das wird bestimmt ein bisschen familiärer als bei den Meisterschaften vorher“, vermutet Larissa Pirello. Da sei es noch einzig und allein ums Weiterkommen gegangen – und zwar mit „Kratzen, Beißen und Treten“. Jetzt hätten aber alle Teams schon so viel erreicht, dass sie eine etwas gelöstere Stimmung erwartet. Die darf es durchaus auch geben. Denn ganz gleich wie es am Ende ausgeht – um die Jugendlichen, die in Malaysia antreten, muss man sich vermutlich keine Sorgen machen.

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