Corona-Pandemie

Impfstart im Iserlohner Pankratius-Seniorenheim

Dr. Alexander Achim hat Hildegard Fehr (92) als eine der ersten Bewohnerinnen des Pflegeheims St. Pankratius geimpft.

Dr. Alexander Achim hat Hildegard Fehr (92) als eine der ersten Bewohnerinnen des Pflegeheims St. Pankratius geimpft.

Foto: Jennifer Katz / IKZ

Iserlohn.  Auch im Pflegeheim in der Innenstadt wurden Bewohner und Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft. Einige haben abgelehnt.

Schlange stehen war am Mittwochmittag im St.-Pankratius-Seniorenheim angesagt. Grund dafür waren die Corona-Impfungen für Bewohner und Mitarbeiter.

Im Minutentakt desinfizieren Dr. Alexander Achim und Dr. Fritz Lax die Oberarme der Frauen und Männer, die in Rollstühlen, mit Rollatoren und auf eigenen Füßen gebracht werden. Dann kommt der „Pieks“, und die Senioren werden noch eine Viertelstunde beaufsichtigt, bevor sie wieder in ihre Zimmer gebracht werden.

Viele begrüßen die Ärzte, die ihnen die Impfungen verabreichen, bereits mit Namen. „Es ist sehr angenehm, dass es Dr. Achim und Dr. Lax sind, die unsere Bewohner schon kennen, weil sie ihre Praxen direkt nebenan haben“, sagt Arnd Wiegmann, Leiter der Einrichtung in Trägerschaft der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis (KKiMK). Von den derzeit etwa 100 Bewohnern hätten zwei die Impfung verweigert.

Eine, die sich am Mittwoch hatte pieksen lassen, ist Hildegard Fehr. „Was sein muss, muss sein“, erklärt die 92-Jährige, die seit etwa drei Jahren im St.-Pankratius-Heim lebt. Sie hat eine große Familie, und dementsprechend vermisst sie die Besuche. „Auch das Rausgehen fehlt den Bewohnern“, sagt Wiegmann, der wie alle auf „ein Stück Normalität“ durch die nun begonnenen Impfungen hofft. Hildegard Fehr kennt das Haus übrigens nicht nur als Bewohnerin, sondern auch als Mitarbeiterin, wie sie erzählt: „Ich habe früher hier ausgeholfen, unter anderem an der Pforte.“

Zwei Drittel der Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung haben sich dazu bereit erklärt, sich impfen zu lassen. KKiMK-Unternehmenssprecher Christian Bers betont mit Blick auf die übrigen 25 Prozent: „Von denjenigen dürfen einige gar nicht geimpft werden, beispielsweise wegen einer laufenden Chemotherapie.“ Auch in den beiden katholischen Krankenhäusern sei die Bereitschaft ähnlich hoch, so Bers. Er startet jedoch noch eine Aufklärungskampagne, um diejenigen, die sich aus nicht-medizinischen Gründen weigern, zu überzeugen.

Auch für die zweite Senioren- und Pflegeeinrichtung, das St.-Aloysius-Heim am St.-Elisabeth-Hospital, gibt es bereits einen Impftermin. Am kommenden Dienstag sollen dort die ersten Dosen verabreicht werden. „Wir bekommen per E-Mail die Information, dass wir an der Reihe sind. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe koordiniert das, und wir suchen uns dann den Termin aus und buchen ihn“, beschreibt Wiegmann den Ablauf.

Nachdem die Bewohner, die zu Fuß oder auf Rädern zur Impfung kommen konnten, versorgt sind, gehen Dr. Achim und Dr. Lax zu den Bettlägerigen.

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