Nachhaltigkeit

Impulse in Kitas und Schulen geben

Zum ersten Vernetzungstreffen „Wertschätzung von Lebensmitteln in Iserlohn" trafen sich Interessierte im Bürgerraum am Fritz-Kühn-Platz.

Zum ersten Vernetzungstreffen „Wertschätzung von Lebensmitteln in Iserlohn" trafen sich Interessierte im Bürgerraum am Fritz-Kühn-Platz.

Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.   „Glückstaten – Wertschätzung von Lebensmitteln“ ist Thema der Aktionstage Nachhaltigkeit in Iserlohn.

„Kochen sollte Pflichtfach in Schulen werden. Es gehört in jede Schule“ – so fasste Kaufmann Paul Nowak die gemeinsame Forderung der Teilnehmer eines Vernetzungstreffens zum Thema „Wertschätzung von Lebensmitteln“ zusammen. Auf Einladung von Umweltberater Bernhard Oberle von der Verbraucherberatung kamen dazu Vertreter verschiedenen Initiativen, Einrichtungen und Gruppen zusammen. Sie diskutierten Möglichkeiten, die Menge der vermeidbaren Lebensmittelabfälle zu reduzieren und den Wert von Lebensmitteln stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Mit der Umweltbildung könne man gar nicht früh genug anfangen. Deshalb sollten die Grundlagen bereits im Kindergarten gelegt werden. Das versuchen die Kindergärten „Miteinander“ und der Landkindergarten Lindenhaus, wie Hiltrud Schlotmann und Reinhild Altinger berichteten. In Grürmannsheide gebe es gemeinsame Garten- und Kochtage, so Altinger, die sich außerdem beim Naturschutzbund im „Grünen Klassenzimmer“ engagiert. In diese Richtung zielen auch die Angebote des Regionalzentrums MK, erläuterte Landfrauen-Aktivistin Helga Steinschulte aus Menden, die auf Umwelt-Projekte in Mendener Schulen und Kindergärten verwies.

Kaufmann Paul Nowak, der zwei Supermärkte in Iserlohn und Letmathe betreibt, ist in der kommenden Woche bei vier Kindergärten, um ihnen bei der Anlage von Hochbeeten zu helfen, um bei Kindern Spaß am Gärtnern zu vermitteln. Er verwies auf die Möglichkeit, über die Edeka-Stiftung an Gelder für Umweltbildung für Kinder zu kommen. Sabine Plücker und Manfred Schoofs berichteten vom Bürgerverein Iserlohn-Südstadt und seiner Initiative „Südstadtgärten“ mit 20 Hochbeeten, in denen Innenstadt-Bewohner Kräuter und Gemüse anpflanzen. Als Geschäftsführer des Altenzentrums Tersteegenhaus berichtete Schoofs von wirtschaftlichen und bürokratischen Zwängen, die saisonale, regionale und nachhaltige Ansätze bei der Essensversorgung der Bewohner erschweren: „Die Kostenträger, die die Pflegesätze verhandeln, sind keine Romantiker.“ Wie man aus Resten was Leckeres kocht und günstig einkauft, stellt Michael Frank im Sozialzentrum „Lichtblick“ mit dem „Family Dinner“ immer wieder unter Beweis.

Auf dem Wochenmarkt sprachen sich beim gestrigen „Aktionstag Nachhaltigkeit“ viele Besucher für das bewusste Einkaufen aus, berichtete Bernhard Oberle.

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