Beirat für Menschen mit Behinderung

Inklusion Schlüsselwort des Übereinkommens

Elke Diekmann(OGS-Leiterin, li.), Schulleiterin Verena Heintz (2.v.l.) und ihre Vorgängerin Barbara Metzger (2.v.r.) nahmen den Preis von Katrin Brenner (re.) und Stefan Haacke (Mi.) entgegen.

Foto: Michael May/IKZ

Elke Diekmann(OGS-Leiterin, li.), Schulleiterin Verena Heintz (2.v.l.) und ihre Vorgängerin Barbara Metzger (2.v.r.) nahmen den Preis von Katrin Brenner (re.) und Stefan Haacke (Mi.) entgegen. Foto: Michael May/IKZ

Iserlohn.   Der Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung, Stefan Haacke, begrüßte zur Jahresauftaktveranstaltung die Vertreter der Selbsthilfegruppen,Wohlfahrtsorganisationen und der Ratsfraktionen.

Im Rahmen der Jahresauftaktveranstaltung des Beirates für Menschen mit Behinderung am Sonntag im Foyer des Parktheaters überreichte die 1. Beigeordnete Katrin Brenner den Preis des Beirates an die Bartholomäus Grundschule. Der Beirat vergibt den Preis seit einigen Jahren an Institutionen und Personen, die sich in besonderer Weise innovativ und nachhaltig für die Belange der Menschen mit Behinderung in Iserlohn einsetzen.

Das gesamte Team der Schule engagiert sich

Katrin Brenner sagte, die Bartholomäus Grundschule habe bereits 1994 unter dem früheren Schulleiter Helmut Zimmer damit begonnen, behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam zu unterrichten. Also bereits zu einem Zeitpunkt, als der Begriff „Inklusion“ noch gar nicht in diesem Zusammenhang verwendet wurde. Das gesamte Team der Bartholomäus Grundschule, so Brenner, engagiere sich für den inklusiven Schulbetrieb. Es werde eindrucksvoll gezeigt, dass gemeinsamer Unterricht möglich ist. Die Beigeordnete sagte, sie hoffe, „dass weitere Iserlohner Schulen dieser Idee folgen werden.“ Der Begriff Inklusion sei eines der Schlüsselworte des Übereinkommens. Die Gesellschaft habe die Aufgabe, sich so zu organisieren, dass jeder an ihr teilhaben könne.

Der Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung, Stefan Haacke, begrüßte zur Jahresauftaktveranstaltung die Vertreter der Selbsthilfegruppen,Wohlfahrtsorganisationen und der Ratsfraktionen. Auch im Namen von Beiratsgeschäftsführer Reinhold Werner dankte Haacke den Mitgliedern für ihren Einsatz. Im Beirat selbst sowie in den vier Untergruppen Barrierefreiheit, Inklusion, Öffentlichkeitsarbeit und Kultur.

Film über Barrierefreiheit in Iserlohn

Haacke erinnerte beim Rückblick auf 2012 an die Aufführung von „Firelands“ im ausverkauften Parktheater. Einmal mehr habe der Beirat einen kleinen Beitrag zur Anschaffung weiterer Kopfhörer für Theaterbesucher mit eingeschränktem Hörvermögen leisten können. Und es wurde ein Film über gelungene Beispiele von Barrierefreiheit in Iserlohn gedreht, der am Sonntag auch vorgeführt wurde. Höhepunkt im vergangenen Jahr, so Haacke, sei sicherlich die Europatagung „From Integration to INClusion“ zum Thema Wohnen gewesen, an der auch die Partnerstädte aus Ungarn und Polen beteiligt waren. Haacke erwähnte zahlreiche weitere Aktivitäten auch jenseits des Beirates, dafür dankte er den Beteiligten.

Im laufenden Jahr steht für den Beirat die Entwicklung eines Inklusionsplanes auf der Agenda, nach Ostern gibt es hierzu einen Workshop. Außerdem gebe es wichtige Projekte zur barrierefreien Umgestaltung von Gebäuden. Auch weitere blindengerechte Umrüstungen von Ampelanlagen stehen an. Des weiteren setzt sich der Beirat für eine barrierefreie Anbindung des Fritz-Kühn-Platzes an die Innenstadt ein.

Musikalisch begleitet wurde die Jahresauftaktveranstaltung von der Trommelgruppe Tagwerk aus dem Lutherhaus. Jens Gottschalk und Claudia Dubbelfeld präsentierten ein Märchen für Erwachsene, das für Gehörlöse simultan in Gebärdensprache übersetzt wurde.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik