Südliche Innenstadt

Integration und Verständigung

Vor allem die vielen Kinder konnten am Dienstag am Fritz-Kühn-Platz eine Menge erleben.

Vor allem die vielen Kinder konnten am Dienstag am Fritz-Kühn-Platz eine Menge erleben.

Foto: Michael May IKZ

Iserlohn.   Entspannte Atmosphäre beim Frühlingsfest mit Pflanztauschbörse in der Südstadt.

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Ein bisschen sei schon zusammengekommen, sagt Sabine Plücker. Die Idee einer Pflanztauschbörse, so die Leiterin des Projektes Südstadtgärten, müsse aber auf jeden Fall noch wachsen und sei in ihrer ersten Auflage noch nicht so richtig in den Köpfen angekommen. Das gilt aber nur für die erstmalige Tauschbörse, die am Dienstag als Teil der Frühlingsfestes in der südlichen Innenstadt auf dem Fritz-Kühn-Platz Premiere gefeiert hat. Die Südstadtgärten selbst waren in diesem Jahr optischer Dreh- und Angelpunkt des Festes und mitverantwortlich dafür, dass das Fest immer stärker ein ganz eigenes, sehr kommunikatives und integratives Flair entwickelt.

Neues Gesicht an den Südstadtgärten

Nach einigen Jahren unter widrigsten Wetterbedingungen und dem baustellenbedingten Umzug in die Friederike-Fliedner-Schule im vergangenen Jahr hat das Fest in diesem Jahr erneut ein neues Gesicht bekommen. Im Zentrum standen gestern die Südstadtgärten am Fuße der Freitreppe, um die herum sich mit den Streetworkern der Stadt, der „Weiberwirtschaft“ der Gleichstellungsstelle, dem Jugendcafé „Checkpoint“ der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde, der Verbraucherzentrale, der türkischen DITIB-Gemeinde und weiteren Kooperationspartnern die Mitstreiter des Bürgervereins Südliche Innenstadt, der erneut zu dem Fest eingeladen hatte, gruppierten.

Sabine Plücker, bei der die Fäden für die Organisation zusammenliefen, freute sich aber nicht nur über die Unterstützung so vieler Stellen, sondern vor allem auch darüber, dass sie ein so breites und buntes Publikum in so großer Zahl auf den Platz locken konnte. Als Fest der kleinen Preise, das wirklich für alle in der Südlichen Innenstadt da sein sollte, wurden die Getränke und Speisen zu Minimalpreisen angeboten. Und dieses Konzept ging wunderbar auf. Ausgesprochen viele Flüchtlinge fanden den Weg zum Fritz-Kühn-Platz und kamen mit den Anwohnern ins Gespräch. Und vor allem die vielen Kinder des Quartiers, die teilweise aus schwierigen Verhältnissen kommen und denen sonst im Alltag nicht so viel geboten wird, kamen in Scharen. Mit der Zirkusschule Petit, die vor allem Jonglagen anbot, einem Basketball-Korb, Slacklines, Kinderschminken, bunter Kreide für die graue Treppe und vielen anderen Spielmöglichkeiten hatten gerade die Kleinen allerhand zu tun.

Immer wieder ging es bei dem Fest an den Südstadtgärten aber auch um das Thema Garten, um praktische Tipps für den eigenen Salat- oder Kräuteranbau und um neue Trends. So wurde am Stand der Verbraucherzentrale ein Wurmkasten als effektive Alternative zum Kompost gebaut, in dem man quasi zugucken kann, wie aus Bioabfall wertvolle Erde für das eigene Beet wird.

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