Sicherheit

Iserlohn ist nicht Köln – schon gar nicht zu Silvester 2017

Die Silvesternacht bedeutet stets viel Arbeit für Einsatzkräfte. Die Iserlohner Polizei hofft, dass der „Rutsch“ ohne Schwerverletzte gelingt.

Foto: Michael May

Die Silvesternacht bedeutet stets viel Arbeit für Einsatzkräfte. Die Iserlohner Polizei hofft, dass der „Rutsch“ ohne Schwerverletzte gelingt. Foto: Michael May

Iserlohn.  Die Polizei erwartet nicht zuletzt wegen fehlender Großveranstaltungen einen ruhigen Jahreswechsel, die neuen Auflagen sollen erfüllt werden.

Dienst schieben, damit andere feiern können – das betrifft nicht zuletzt staatliche Ordnungshüter. Dem Jahreswechsel in der Waldstadt blicken diese gefasst entgegen, machte Polizeisprecher Dietmar Boronowski im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich. Aus dem „Silvester-Erlass“ von NRW-Innenminister Herbert Reul ergeben sich natürlich auch Auflagen für Iserlohn – in allen Gemeinden des Landes sollen Beamte in der Silvesternacht verstärkte Präsenz zeigen und nötigenfalls zusätzliche Kräfte abrufen.

„Die Ereignisse von Köln werfen auch für uns Schatten voraus. Wir stocken angemessen Personal auf“, formulierte Boronowski, ohne Zahlen zu nennen. Jedem müsse klar sein, dass Polizisten sich zu Silvester nicht auf magische Weise sprunghaft vermehren: „Was wir können, das tun wir.“ Soweit möglich und sinnvoll würden die Kollegen gelbe Leuchtkleidung am Körper tragen, um für Bürger weithin sichtbar zu sein. Für die Zivilbeamten, die wie jedes Jahr im Einsatz sind, gelte dies natürlich nicht.

Keine Hinweise auf eine erhöhte Bedrohungslage

Hinweise auf eine erhöhte Bedrohungslage liegen den Behörden in jedem Fall nicht vor, betonte der Polizeisprecher. Im Gegenteil bedeuten das Fehlen einer zentralen Großveranstaltung unter freiem Himmel und der Ausfall der Parkhalle ruhigere Fahrwasser, soweit es die Sicherheit betrifft. „Das macht es für uns planbarer“, erklärte Boronowski. In die Zukunft sehen könne niemand, aber die örtlichen Gegebenheiten und Erfahrungen formen die Erwartung. Ruhestörungen, alkoholisierte Autofahrer, kleinere Unfälle und Auseinandersetzungen – dabei wird es bleiben, wenn sich die Hoffnung der Polizei erfüllt, die konsequent auf Deeskalation setzt. „Wo wir können, da schlichten wir. Wir sind ja keine Spielverderber, und wir wissen, dass beim Feiern auch Dinge passieren, die niemand beabsichtigt hat“, betont Boronowski.

Die Menschen sollten aber wissen, wo die Grenze liegt, denn bestimmte Dinge müssten sanktioniert werden, gibt der Sprecher zu bedenken und erinnert in diesem Zusammenhang an die geplanten Kontrollen im Straßenverkehr: „Wenn die Bürger umsichtig handeln, werden wir am Ende nicht gebraucht.“

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