Kriminalität

Iserlohn: Niedrige Beweggründe bei Doppelmord an Bahnhof

Ein tödliches Beziehungsdsrama forderte am 17. August zwei Todesopfer auf dem Iserlohner Stadtbahnhof.

Ein tödliches Beziehungsdsrama forderte am 17. August zwei Todesopfer auf dem Iserlohner Stadtbahnhof.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn/Hagen.  Nach der Bluttat am Stadtbahnhof Iserlohn hat die Staatsanwaltschaft einen 43-Jährigen wegen Doppelmordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt.

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Wegen Doppelmordes aus niedrigen Beweggründen muss sich ab Januar oder Februar 2020 Shpejtim H. vor dem Landgericht Hagen verantworten. Laut Anklage hat der 43-jährige Mann mit kosovarischer Staatsangehörigkeit am 17. August am Stadtbahnhof in Iserlohn seine „Noch-Ehefrau“ und deren neuen Lebensgefährten mit einem Küchenmesser erstochen. Seine beiden Opfer waren auf dem Bahnhofsgelände verblutet.

Wie die Obduktion ergab, wies der getötete Lebensgefährte der Frau allein 71 Schnitt- und Stichverletzungen auf, was für die Anklage das Mordmerkmal der Grausamkeit erfüllt.

Getötete Frau hatte sich zuvor ins Frauenhaus Iserlohn geflüchtet

Der geständige Messerstecher ließ sich nach der Tat, die er am helllichten Tag im Parkhaus und auf dem Bahnsteig des Stadtbahnhofes vor vielen Zeugen verübte, widerstandslos festnehmen. Dabei stellte die Polizei auch die Tatwaffe sicher. Die zahlreichen unfreiwilligen Zeugen wurden nach der Tat, von der es auch Videoaufnahmen durch Überwachungskameras gibt, seelsorgerisch betreut.

Das zwei Monate alte Kind der beiden Getöteten, das Zeugen in Sicherheit bringen konnten, wurde vom Jugendamt der Stadt Iserlohn in Obhut genommen und in einer Pflegefamilie untergebracht.

Seine Mutter war bereits 2018 wegen häuslicher Gewalt vor ihrem Mann aus Bergisch Gladbach nach Iserlohn ins Frauenhaus geflüchtet. Im Bethanien-Krankenhaus hatte die 32-Jährige das Mädchen zur Welt gebracht, das aus der Beziehung zu ihrem 23-jährigen neuen Lebenspartner entstand.

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