Regionale 2025

Iserlohn will digitale Metropole werden

Hier könnte fürs Iserlohner Projekt zur Regionale 2025 ein digitales Hotel entstehen, weiter entfernt die digitale Stadtbibliothek.

Hier könnte fürs Iserlohner Projekt zur Regionale 2025 ein digitales Hotel entstehen, weiter entfernt die digitale Stadtbibliothek.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Die Projektidee der CDU ist mit breiter Mehrheit beschlossen worden. Jetzt soll ein Regionale-Beirat bei der GfW die weitere Arbeit koordinieren.

Dieser Weg wird ein weiter sein, aber die „Große Koalition“, die am Dienstag beschlossen hat, Iserlohn mit einer Idee der CDU ins Rennen um Fördermillionen zu schicken, ist sich sicher: Wir schaffen das. „Auf den Weg sollten wir uns gemeinsam begeben“, hat der CDU-Ratsherr Michael Schmitt für Zustimmung geworben.

Mit dem „Digitalen Wissenscampus“, einem neuen Stadtquartier mit modernester Technik rund um den Bahnhof, will man die Südwestfalen-Agentur in den nächsten Monaten überzeugen, Sterne über die Stadt regnen zu lassen – drei Stück müssen sich die Iserlohner verdienen, bis das Land den Deckel vom Fördertopf hebt.

Mit dem Beschluss von CDU, SPD, FDP, Grünen und UWG-Piraten kommt jetzt Schwung ins Leuchtturmprojekt für die Regionale 2025. Bereits im März soll dem Rat ein Entwurf für einen Antrag an die Südwestfalen-Agentur zur Beratung und Beschlussfassung vorlegt werden, danach soll die Arbeit am Projekt „Digitaler Wissenscampus“ beschleunigt werden.

Für die „digitale Koalition“ ist ebenso wichtig, dass das Projekt zur Regionale 2025 eng ins Stadtentwicklungskonzept „Mein Iserlohn 2040“ eingebunden wird. Dazu hat es im vergangenen Jahr Ortsteil- und Innenstadt-Spaziergänge und Versammlungen gegeben. Die Bürger sollten gemeinsam mit Verwaltung und Politik Ideen einbringen, die für die Zukunft der Stadt aus ihrer Sicht wichtig sein werden.

Neu gegründet für das Regionale-Projekt wird ein Regionale-Beirat, in dem – unterstützt von der Südwestfalen-Agentur – die möglichen Akteure für den Aufbau des digitalen neuen Stadtquartiers zwischen Alexanderhöhe, Bahnhof und Westertor-Passage versammelt sein sollen. Dazu gehören die Stadtwerke, die bereits gemeinsam mit der Fachhochschule am Projekt autonomer Nahverkehr mit elektrischem Antrieb arbeiten, die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft und auch die private University of Applied Sciences am Seilersee.

Bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) und ihrem Geschäftsführer Thomas Junge soll der Regionale-Beirat angesiedelt werden, dessen Zusammensetzung die Verwaltung organisieren soll. Der Beirat soll für das Iserlohner Projekt werben. Denn, um den begehrten dritten Stern von den Verantwortlichen für die Regionale 2025 zu erhalten und damit die Lizenz, um wirklich loszulegen, muss in den nächsten Monaten und Jahren viel Überzeugungsarbeit landauf landab geleistet werden.

Das Geld für den ersten Schub ist bewilligt, Kämmerer Michael Wojtek ist vom Rat mit dem Beschluss vom Dienstag beauftragt, 100.000 Euro zusätzliche Haushaltsmittel bereit zu stellen.

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