Polizei

Iserlohner mit 60 Kilogramm Drogen, Waffen und 150.000 Euro

Insgesamt konnten an die zwanzig Kartons sichergestellt werden mit etwa 60 Kilogramm Marihuana. Außerdem wurden Schusswaffen und jede Menge Bargeld gefunden.

Insgesamt konnten an die zwanzig Kartons sichergestellt werden mit etwa 60 Kilogramm Marihuana. Außerdem wurden Schusswaffen und jede Menge Bargeld gefunden.

Foto: Polizei Dortmund

Dortmund/Iserlohn.  Schlag gegen internationalen Drogenhandel: 41-jähriger Iserlohner sitzt mit zwei weiteren Tatverdächtigen aus Dortmund in Untersuchungshaft

Im Kampf gegen den international organisierten Drogenhandel hat die Polizei am Dienstag dieser Woche einen 41-jährigen Mann aus Iserlohn sowie zwei Männer aus Dortmund festgenommen. Bei den drei mutmaßlichen Dealern wurden insgesamt 60 Kilogramm Marihuana und rund 150.000 Euro Bargeld sowie drei scharfe Schusswaffen sichergestellt – darunter eine Maschinenpistole. Das Amtsgericht Dortmund hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Mittwoch jeweils Untersuchungshaftbefehle gegen die drei Beschuldigten erlassen, denen die Ermittlungsbehörden bandenmäßigen und bewaffneten Betäubungsmittelhandel zur Last legen. Bei den beiden mutmaßlichen Drogendealern aus Dortmund handelt es sich um einen 39-jährigen Deutschen und einen 34-Jährigen mit rumänischer Staatsbürgerschaft.

Rolle des Iserlohners innerhalb der Bande noch unklar

Der 41-jährige Mann aus Iserlohn sei in der Vergangenheit polizeilich bereits einschlägig in Erscheinung getreten und wegen verschiedener Drogendelikte vor Gericht verurteilt worden, erklärte Staatsanwalt Henner Kruse als Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund. Die genaue Rolle des Iserlohners in der mindestens dreiköpfigen Bande müssten die weiteren Ermittlungen ergeben.

Die Beschuldigten hätten sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen eingelassen, hieß es in einer gemeinsame Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Dortmund. Bei der Festnahme an verschiedenen Orten in Dortmund hätten die Männer keinen Widerstand geleistet. Nachdem Fahnder der Abteilung „Organisierte Kriminalität“ des Dortmunder Polizeipräsidiums die Verdächtigen bereits über einen längeren Zeitraum observiert hätten, sei es am Dienstagabend zu der Festnahme der mutmaßlichen Drogendealer gekommen. Dabei seien auf Grund der Gefahrenlage auch Spezialkräfte eines Mobilen Einsatzkommandos beteiligt gewesen.

Schlag gegen internationalen Drogenhandel

Nach den Festnahmen seien Durchsuchungen der Wohnungen der Beschuldigten erfolgt – unter anderem auch in der Iserlohner Innenstadt. Dabei seien Drogen, Waffen und Geld gefunden worden.

Auf die Spur sei die Polizei den drei Männern im Zusammenhang mit Ermittlungen im Bereich des international organisierten Drogenhandels gekommen, hieß es seitens der Dortmunder Polizei, die die Festnahme als nicht alltäglichen Erfolg in ihrer Arbeit gegen die Kriminalität bewertet.

Da das Gesetz für die Straftatbestände, die den Beschuldigten zur Last gelegt werden, eine Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren vorsehe, bestünde durchaus Fluchtgefahr, erklärte Pressedezernent Henner Kruse von der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Deshalb habe das Gericht auch Untersuchungshaft erlassen.

Je nach Reinheitsgehalt, der noch labortechnisch festgestellt werden müsse, hätte das sichergestellte Rauschgift einen Verkaufswert von weit mehr als einer Viertelmillion Euro, hieß es aus Polizeikreisen. Und: Aus dem beschlagnahmten Marihuana könnten Drogenkonsumenten sich schätzungsweise 30.000 Joints oder mehr drehen.

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