Verwaltung

Iserlohner Rathaus droht im schlimmsten Fall die Schließung

Wegen Brandschutzmängeln droht dem Iserlohner Rathaus im schlimmsten Fall die Schließung.

Wegen Brandschutzmängeln droht dem Iserlohner Rathaus im schlimmsten Fall die Schließung.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Wegen eklatanter Mängel beim Brandschutz werden große Teile der Verwaltung zum Bömberg umziehen müssen. Wie es weitergeht, ist unklar.

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Die Nachricht hat in der Verwaltung eingeschlagen wie eine Bombe: Die Mängel in Sachen Brandschutz, wegen derer unter anderem bereits die 5. und 6. Etage geräumt werden mussten, sind noch deutlich gravierender als angenommen. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Gutachtens. Unter anderem entsprechen demnach Vergitterungen an der Außenfassade, Brüstungen und Treppenhäuser nicht den Vorschriften.

„Die Liste ist lang“, sagt Baudezernent Thorsten Grote am Dienstagvormittag im Gespräch mit der Heimatzeitung. Zwar habe man einige Sofortmaßnahmen eingeleitet – „um aber alle Mängel zu beseitigen, müssten wir das Gebäude in eine rohbauartigen Zustand zurückversetzen“.

Aus diesem Grund sollen mindestens große Teile der Verwaltung innerhalb des nächsten Jahres in noch herzurichtende Büroräume der leerstehenden Realschule Bömberg umziehen – vermutlich bereits bis zur Jahresmitte. In der Maximalbelegung arbeiten 290 Menschen im Rathaus.

Dass jedoch alle das Gebäude verlassen und es somit zumindest zeitweilig komplett leergezogen werden müsste, ist noch nicht sicher. Vor allem im Erdgeschoss lässt sich die Sicherheit der Mitarbeiter und Besucher auch mit geringerem Aufwand herstellen. Genaueres müssen nun die kommenden Wochen und Monate erbringen.

Wie Michael Wojtek, Kämmerer und nach dem Abgang von Dr. Peter Paul Ahrens Behördenleiter, erklärt, müsse nun auch in Absprache unter anderem mit dem Denkmalschutz geklärt werden, ob und wenn ja wie eine Sanierung und Weiternutzung des Rathauses durch die Verwaltung überhaupt wirtschaftlich darstellbar sei. In Bezug auf einen möglichen künftigen Leerstand sprich Wojtek von einem „Worst-Case-Szenario“.

Die Brandschutz-Mängel indes, so eine weitere Erkenntnis aus dem Gutachten, wurden bereits beim Bau 1972 verursacht. Für diesen verantwortlich war damals ein Generalunternehmer, auch eine bauamtliche Abnahme ist vorschriftsmäßig erfolgt.

Weiteres zum Thema finden Sie später auf www.ikz-online.de und in unserer morgigen Printausgabe.

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