Jugendliche

Iserlohner Schüler sind sportlich und kreativ in den Ferien

Skulpturen und Bilder sind zwischen Dienstag und Donnerstag am Stenner-Gymnasium entstanden. Mit Petra Lukoschek (stehend, re.) und Ina Schulte (stehend, li.) haben die Fünft- und Sechstklässler verschiedene künstlerische Techniken ausprobiert.

Skulpturen und Bilder sind zwischen Dienstag und Donnerstag am Stenner-Gymnasium entstanden. Mit Petra Lukoschek (stehend, re.) und Ina Schulte (stehend, li.) haben die Fünft- und Sechstklässler verschiedene künstlerische Techniken ausprobiert.

Foto: Jennifer Katz / IKZ

Iserlohn.  Jugendschutz und Schulsozialarbeiter wollen Eltern auch eine Betreuungssicherheit bieten.

Die Pausenhalle des Stenner-Gymnasiums bildet an diesem trüb-grauen Vormittag eine willkommene Abwechslung: Etwa drei Dutzend kunterbunte Zeichnungen und gesprayte Bilder liegen auf dem Fußboden. Doch das ist längst noch nicht alles, ganz vorsichtig tragen Jugendliche nicht weniger farbenfrohe Skulpturen aus einem der Kunsträume in die Halle, wo bereits Pressevertreter auf sie warten.

14 Fünft- und Sechstklässler sind seit Montag Bestandteil des Projekts „Gestalten lernen in den Herbstferien“, das Vertreter des städtischen Jugendschutzes und der Stenner-Schulsozialarbeit gemeinsam organisiert hatten. „Unter Corona-Bedingungen ist das natürlich eine besondere Herausforderung“, erklärt Bernd Schulte, Teamleiter Jugendarbeit bei der Stadt Iserlohn. Er betont: „Es ist aber wichtig, dass wir es überhaupt machen können.“ Denn: „Durch das Projekt können wir den Kindern ein wenig Normalität bieten.“ Und die Eltern hätten die Garantie, dass ihr Nachwuchs betreut werde.

Eindrücke aus dem Zoo auf Papier gebannt

Bereits in den Sommerferien habe es ein Kreativangebot gegeben, und durch die große Resonanz sei dies nun fortgesetzt worden. Petra Lukoschek und Ina Schulte, Dozentinnen bei der Kunstfabrik „casa b“ betreuen die Gymnasiasten seit Montag. Zunächst ging es in den Allwetterzoo nach Münster. Dort sammelten die Mädchen und Jungen nicht nur Eindrücke, sondern auch schon die ersten Skizzen von Tieren. Dann lernten sie, wie Vincent van Gogh gemalt hat und brachten mit dessen Technik Zoobewohner aufs Papier. Freie Auswahl beim Thema hatten die Schüler dann bei den Skulpturen, die sie aus Draht und Alufolie herstellen durften. „Die meisten sind aber bei den Tieren geblieben“, sagt Petra Lukoschek. Auch Selbstporträts standen noch auf dem Programm.

Heute endet die kreative Woche mit einem Besuch im Hemeraner Sauerlandpark. „Damit sie noch einmal ein Gemeinschaftserlebnis haben“, erzählt Stenner-Schulsozialarbeiterin Alexandra Knabe.

Aus der Ortlohnhalle schallt seit Montagnachmittag Musik. Dort erarbeiten sich zwei Kleingruppen eine eigene Choreographie. Unter dem Motto „Tanz mal drüber nach“ hat die städtische Jugendarbeit in Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Städtischen Gesamtschule und der Realschule am Hemberg einen fünftägigen Workshop auf die Beine gestellt. „Das Projekt gibt es seit sieben Jahren. Wir bieten das immer in den Herbstferien, aber auch in den Osterferien und der ersten Hälfte der Sommerferien an“, berichtet Elke Köster, Schulsozialarbeiterin an der Gesamtschule. Das Projekt sei aus der Idee entstanden, den Schülern auch in den Ferien eine Möglichkeit zu geben, sich positiv zu beschäftigen.

Junge Coaches übernehmen die Workshop-Leitung

Das Besondere ist, dass für den Workshop nicht externe Coaches eingeladen wurden. Die Leitung haben die 18-jährige Aylin Hols und die 15-jährige Nina Walter. „Wir haben uns beide zu Hause Choreographien ausgedacht, die wir den anderen beibringen“, berichtet Aylin Hols, die seit Sommer 2019 die Workshops als Honorarkraft leitet. Zuvor hatte die ehemalige Gesamtschülerin bereits das Cheerleader-Team an ihrer Schule trainiert und war bei den Dancing Roos, dem Cheerleader-Team der Iserlohn Kangaroos aktiv. Auch Nina Walter hat bereits Erfahrungen im Coaching. Seit der 7. Klasse ist sie im Cheerleader-Team an der Gesamtschule und trainiert es nun auch.

„Der Workshop hat sich mittlerweile zu einem Selbstläufer entwickelt. Es ist schön zu sehen, dass die Coaches ihre Teilnehmer an sich binden“, so Elke Köster.

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