Wettbewerb

Iserlohner Schulen triumphieren bei den 2. Rotkreuzspielen

Die Schulsanitäter simulierten bei den zweiten Rotkreuzspielen im Floriansdorf einen Krankenhausalltag.

Die Schulsanitäter simulierten bei den zweiten Rotkreuzspielen im Floriansdorf einen Krankenhausalltag.

Foto: Carolin Meffert / IKZ

Iserlohn.  Zum zweiten Mal treten im Floriansdorf Teams im größten Schulsanitätsdienst-Wettbewerb in der Geschichte des Kreisverbands an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Notaufnahme des Krankenhauses im Floriansdorf ist voll ausgelastet. Der erste Patient ist von der Leiter gefallen, der zweite kommt mit einer offenen Beinwunde, eine dritte Patientin wurde von einem Auto angefahren und die vierte Patientin kommt keuchend und nach Luft schnappend mit einem Asthmaanfall in die Notaufnahme. Hier ist Kommunikation und Teamarbeit gefragt bei den Schulsanitätern, die sich im Rahmen der Rotkreuzspiele der Simulation eines Krankenhausalltags stellen mussten.

„Die Station war sehr herausfordernd, weil wir nur zu fünft waren und vier Patienten behandelt werden mussten. Da mussten wir darauf achten, alles gut zu koordinieren und dabei schnell zu handeln“, berichtet Tim Sellmann (17), der zusammen mit Stefan Meier, Julian Cordes, Marius Munko und Vanessa Günther für die Städtische Gesamtschule Iserlohn angetreten ist. Das „Emergency“-Team, wie sie sich selbst nannten, konnte zum Schluss den ersten Platz für sich entscheiden. Wettbewerbsleiter Justin Trenkel hat die Rotkreuzspiele organisiert und sich die Stationen mit ausgedacht. „Im Prinzip ist die Station so geplant, dass die Teilnehmer feststellen, dass sie nicht klar kommen. Sie müssen sich dann als Team organisieren und erkennen, welcher Patient Vorrang hat, was in diesem Szenario das Mädchen mit dem Asthmaanfall ist.“

Erste Hilfe, Quizshows und ein eigener Radiospot

Um Kommunikation in einem anderen Sinn ging es auch bei einer weiteren Station, bei die Verletzten weder Deutsch noch Englisch sprechen. „Bei der Station haben wir uns mit Händen und Füßen verständigen müssen, um herauszufinden, was mit den Patienten los ist“, erzählt Teilnehmer Marius Munko (17). Neben zahlreichen Erste-Hilfe-Aufgaben gab es auch Stationen, bei denen ihr Wissen in Form von Quizrunden, angelehnt an Fernsehformate wie „Jeopardy“ oder „Rettet die Millionen“ abgefragt wurden. Auch bei den kreativen Aufgaben, wie der Erstellung eines Radiospots konnten die Teams Punkte sammeln, die in die Endbewertung mit eingingen. Die Aufgaben sollen an diesem Tag nicht nur dazu dienen, das eigene Wissen zu präsentieren, sondern auch durchaus noch einen Lernfaktor besitzen. „Man lernt immer noch was dazu. Ich habe bei Druckverbänden immer eine Schleife gebunden, weil das schnell geht. Heute habe ich gelernt, dass dadurch Blut rauslaufen kann“, verrät Vanessa Günther (14).

Insgesamt 13 Teams aus Iserlohn, Dormund, Unna und Hagen sind angetreten. Am Ende dominierten die Iserlohner Schulen das Siegertreppchen. Nach der Gesamtschule schaffte es das Stenner-Gymnasium auf Platz zwei, das Märkische Gymnasium erreichte Platz drei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben