Coronavirus

Iserlohner Tierheim ändert wegen Corona seine Regelungen

Auch für die Bewohner, die noch nicht vermittelt werden konnten, soll im Tierheim bestmöglich gesorgt werden. Daher sollen die Mitarbeiter vor Infektionen geschützt werden.

Auch für die Bewohner, die noch nicht vermittelt werden konnten, soll im Tierheim bestmöglich gesorgt werden. Daher sollen die Mitarbeiter vor Infektionen geschützt werden.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Damit auch während der Krise für Hund und Katz’ gesorgt ist, werden die Mitarbeiter geschützt.

Um den Betrieb möglichst weiter aufrecht zu erhalten, haben auch die Verantwortlichen des Iserlohner Tierheims neue Regeln und Veränderungen eingeführt.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Tierschutzvereins-Mitglieder entschieden, dass diejenigen, die sich für einen Hund, eine Katze oder einen anderen Bewohner interessieren, sich zunächst über die Internetseite beziehungsweise auf Facebook über ihren Favoriten ausführlich informieren und dann telefonisch einen Besuchstermin vereinbaren sollen. „Wir wollen ja trotzdem weiter vermitteln“, sagt Vereinsvorsitzende Sabine Hammer.

Außerdem sei die Anzahl der Spaziergänger – also derjenigen, die mit Hunden eine Runde Gassi gehen – auf das Nötigste begrenzt worden. Sabine Hammer erklärt: „Die Mitarbeiter sollen so wenig Kontakt wie möglich zu Außenstehenden haben. Außerdem wird ein Schichtsystem eingeführt, damit auch so die Begegnungen möglichst reduziert werden.“ Denn sollte jemand aus einem der Teams ins Krankenhaus müssen oder unter Quarantäne stehen, könne der Betrieb dann dennoch weitergeführt werden.

Einige Langzeitbewohner wurden vermittelt

Trotz aller Widrigkeiten der aktuellen Situation gibt es auch positive Nachrichten aus dem Tierheim: Die Hilfsbereitschaft ist enorm. „Viele unserer Tiere konnten wir in Pflegestellen vermitteln, in denen sie dauerhaft bleiben können.“

Es habe sich oft um Interessenten gehandelt, die schon länger mit dem Gedanken gespielt hätten, einen Hund oder eine Katze zu sich zu nehmen, und dies jetzt in die Tat umsetzen. So konnten auch einige Langzeitbewohner in ein neues Zuhause abgegeben werden.

Angst, dass diese Pflegestellen nach Abebben der Coronakrise wieder wegfallen würden, hat die Vereinsvorsitzende nicht. „Ich habe mehr Angst davor, dass dann andere ihre Tiere bei uns abgeben, weil sie beispielsweise in Quarantäne oder ins Krankenhaus gekommen sind“, befürchtet Sabine Hammer.

Derzeit sei das Tierheim – eben auch dank der Pflegestellen – vergleichsweise leer. Nur bei den Nagetieren herrsche aktuell eine Schwemme, weil niemand derzeit gewillt sei, ein Gehege zu bauen.

Geldspenden sind weiter willkommen

Eine Bitte haben die Verantwortlichen des Tierschutzvereins momentan: Sachspenden sind derzeit nicht erwünscht. „Wer uns etwas Gutes tun möchte, kann Futter in die Spendenboxen in den Tierbedarfsläden oder in den Supermärkten legen“, erklärt Sabine Hammer, die jetzt keine Möglichkeit hat, zusammen mit dem Team beispielsweise gebrauchte Körbchen, Decken, Kratzbäume und Ähnliches zu sortieren und zu reinigen.

Geldspenden oder die Nutzung des Amazon-Wunschzettels seien die willkommene und unkomplizierte Lösung, um die Einrichtung zu unterstützen. Schließlich müssen die Tiere weiter versorgt und auch ein wenig verwöhnt werden.

Das Tierheim ist ab sofort täglich von 8 bis 17 Uhr unter 02371/41293 für die Terminvereinbarung erreichbar.

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