Schule

Jeder Tag soll der Zukunft gehören

Es geht auch ganz natürlich: Mit den Pedalen haben die Schüler die Energie für die Carrera-Bahn gewonnen.

Es geht auch ganz natürlich: Mit den Pedalen haben die Schüler die Energie für die Carrera-Bahn gewonnen.

Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Die Schüler des Berufskollegs Hansaallee zeigen beim ersten Umwelttag, was für die Umwelt getan werden kann.

„Every day for future“: Das Motto des ersten Umwelttages am Mittwoch am Berufskolleg des Märkischen Kreises an der Hansaallee lehnt sich deutlich an die Bewegung „Fridays for Future“ an. Tatsächlich wurden die Grundlagen für den Umwelttag aber bereits im Oktober vergangenen Jahres gelegt. Mit dem gewählten Titel soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Schüler und Lehrer alltäglich etwas für die Umwelt tun wollen – beispielsweise durch Müllvermeidung oder die Reduzierung von Autofahrten.

Ein Motor der Aktion ist die Lehrerin Chistina Notzon. Und frühzeitig hat sie die Klimaschutzbeauftragte des Märkischen Kreises, Petra Schaller, mit ins Boot geholt, beide haben dann befunden, dass ein Umwelttag am Berufskolleg eine gute Idee sei. Ein Projektthema war beispielsweise, wie Schüler am besten mit dem Fahrrad zur Schule kommen können. Das Projektteam untersuchte, wo sich Radwege befinden, erarbeitete Routen und fuhr diese dann auch ab, die Ergebnisse wurden beim Umwelttag dokumentiert. In einer anderen Gruppe ging es darum, inwieweit Schüler, die bereits im eigenen Auto zur Schule kommen, Fahrgemeinschaften bilden können.

Bambuszahnbürsten gegen den Plastikkonsum

Ein großes Thema beim Umwelttag war die Müllvermeidung. Präsentiert wurden auch Alternativprodukte zu solchen aus Plastik – beispielsweise eine Zahnbürste aus Bambus und mit natürlichen Borsten. Besucher des Standes konnten sich auch in der Müllsortierung testen. Sina Reichmann achtete penibel auf mögliche Fehler. Oft werde vergessen, Deckel von Gläsern getrennt zu entsorgen.

Sehr engagiert ging es an einem Stand zum Thema Rauchen zu. Tobias Walkmann und seine Mitstreiter machten dabei auf die zahlreichen Verschmutzungen durch „Kippen“ aufmerksam. Es wurden Unterschriften gesammelt. „Es geht nicht darum, das Rauchen völlig zu verbieten“, sagte Walkmann, aber Ascherbecher sollten beispielsweise dafür sorgen, dass die Kippen nicht achtlos weggeworfen würden.

Eine schöne Aktion war auch das Malen eines Gemeinschaftsbildes – so entstand am Ende eine Weltkugel. Interessierte konnten eine kleine Karte ziehen und mussten dann nach Vorgabe eines der nummerierten Kästen ausmalen. An weiteren Aktionsständen wurde Papier geschöpft oder auf dem Trimmrad Strom erzeugt, um wahlweise eine Carrera-Bahn, ein Wasserkocher oder eine kleine Kaffeemaschine mit Strom zu versorgen.

Im Forum gab es Vorträge der Energie- und Umweltberatung der Verbraucherzentrale und von den Stadtwerken. Vermittelt wurden viele Energiespartipps. „Viele Schüler haben dabei Nachfragen gestellt“, ist Petra Schaller davon überzeugt, dass das Interesse groß war.

E-Bikes, Segways oder E-Kickboards

Die genannten Organisationen waren auch mit Ständen vertreten, Rüdiger Hiltawsky (Energiewende) informierte zudem über erneuerbare Energien. Die Stadtwerke boten zusätzlich Probefahrten mit E-Bikes, Segways oder E-Kickboards an.

Rund 700 Schülerinnen und Schüler hatten sich für die Angebote des Umwelttages angemeldet, in den Pausen hatten natürlich auch alle anderen Gelegenheit, sich zu beteiligen. Die praktische Umsetzung des Themas Umweltschutz – das war das zentrale Anliegen des ersten Umwelttages am Berufskolleg an der Hansaallee.

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