Verlagerung

Jürgens favorisiert Parkplatz am Hemberg

Alternative für Jürgens? Der Hemberg-Parkplatz im unteren Bereich (Zufahrt zur Baarstraße). Im Hintergrund sind die Container zu sehen. 

Alternative für Jürgens? Der Hemberg-Parkplatz im unteren Bereich (Zufahrt zur Baarstraße). Im Hintergrund sind die Container zu sehen. 

Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Verwaltung möchte außerdem den Standort Verkehrslehrgarten weiter untersuchen.

Am 26. Juni wird sich der Planungsausschuss mit dem Thema „Verlagerung des Autohauses Jürgens“ beschäftigen. So soll bekanntlich erreicht werden, ohne Parkhausbau die Stellplatzkapazitäten am Seilersee zu erhöhen, beziehungsweise den durch den Gesamtschulstandort entfallenen Parkraum zu kompensieren. Die Verwaltung schlägt dem Ausschuss vor, nun die möglichen Alternativstandorte Verkehrslehrgarten und Hemberg-Parkplatz genauer zu untersuchen. Damit wird deutlich, dass der Festplatz am Seilersee – was sich ja schon angedeutet hatte – nicht mehr erste Wahl ist. Denn in der dafür notwendigen Änderung des Regionalplanes sieht die Verwaltung aus unterschiedlichen Gründen eine hohe Hürde. Allein das planungsrechtliche Verfahren könnte sich bis 2022 hinziehen.

Die Firma Jürgens, so heißt es in der Drucksache, sei auch grundsätzlich bereit, über Alternativstandorte für eine Verlagerung nachzudenken. Aufgrund seiner Lage und Beschaffenheit gibt das Autohaus Jürgens dem Standort Hemberg-Parkplatz offenbar den Vorzug. Auch der Verkehrslehrgarten käme für Jürgens in Betracht, allerdings wird hier die offenbar notwendige Verlagerung von Kanälen als kritisch angesehen.

In einer Ersteinschätzung bewertet die Stadtverwaltung den Standort Hemberg-Parkplatz wie folgt: Planungsrechtlich wäre eine Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes notwendig. Landesplanung beziehungsweise der Regionalplan seien aber nicht tangiert. Aus verkehrlicher Sicht sei allerdings die Reduzierung der Stellplatzfläche kritisch zu sehen, beispielsweise wegen der Sportveranstaltungen in der Matthias-Grote-Halle (Basketball). Auch stelle der Bereich einen Ausweichparkplatz bei Eishockey-Spielen dar. Stadtbaurat Thorsten Grote spricht davon, dass bis zu ein Viertel der Stellplätze entfallen könnten. Umgekehrt würde der Hemberg-Standort aber eine gute verkehrliche Anbindung eines Autohauses an die Baar- und Hemberg­straße gewährleisten. Wegen der ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzung, so die Verwaltung, sei das Areal auch nicht im Altlasten-Kataster des Märkischen Kreises verzeichnet. Weiterer Vorteil: Das Gelände befindet sich vollständig im Besitz der Stadt Iserlohn.

Das trifft grundsätzlich auch auf den Standort Verkehrslehrgarten zu, allerdings ist das Areal seit 1979 an die Verkehrswacht Iserlohn verpachtet. Es müssten Gespräche mit dem Verpächter geführt und Alternativlösungen für den Verkehrslehrgarten gefunden werden. Auch hier müsste der Flächennutzungsplan angepasst werden. Aus verkehrlicher Sicht würde sich der Standort eignen, das Autohaus könnte beispielsweise an die Mendener Straße angebunden werden. Als problematisch werden die bereits erwähnten Kanäle und auch das Regenüberlaufbauwerk „Schlesische Straße“ genannt. Im Altlastenkataster ist der Standort ebenfalls nicht vermerkt.

Bilveringsen und Reiterweg sind ungeeignet

In Betracht gezogen wurden auch noch weitere Standorte. Das ist zum einen der Bereich Duloh/Bilveringsen, der allerdings nach Auffassung von Jürgens wegen der peripheren östlichen Lage im Stadtgebiet nicht infrage komme. Zum anderen wurde der Standort Parkhaus Reiterweg grob untersucht, aber als gänzlich ungeeignet bewertet.

Wie geht es nun weiter? Sofern der Planungsausschuss dem vorgeschlagenen Weg zustimmt, sollen dem Gremium in der September-Sitzung die Zeit- und Kostenpläne für beide Standorte vorgestellt werden.

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