Stadtwald

Kein Elfentanz auf dem Wildschweinacker

Wildschweine haben am Rupenteich eine Ackerfläche hinterlassen.

Wildschweine haben am Rupenteich eine Ackerfläche hinterlassen.

Foto: Stefan Janke

Iserlohn.   Dort, wo Pfingstmontag die Elfen am Rupenteich tanzen sollen, haben Wildschweine den Boden großflächig aufgewühlt. Hilfe muss her.

„Die haben ja ganz schön gewütet hier“, kommentiert der Spaziergänger am Donnerstagmorgen den Anblick von Spuren, die Wildschweine am oberen, südlichen Ende des Rupenteichs hinterlassen haben. Aber nicht nur hier: Rund um den Teich herum, in den grünen Buchten mit ihren Parkbänken und bis hin zur Alexanderhöhe zieht sich die Spur, die die Schwarzkittel hinterlassen haben. „Das sieht man heute ja immer öfter“, sagt der ältere Herr und zieht seines Wegs.

Gelassen bleiben könnte auch Wolfgang Barabo, weil – wie er sagt-- „das nun mal die Natur ist“, doch als Oberst des IBSV sieht er die Sache etwas anders. Denn schon in wenigen Wochen sollen dort, wo jetzt am Rupenteich ein kleiner Acker ist, die Elfen beim traditionellen Wassertrinken am Ballotsbrunnen tanzen. Doch das ist, so wie es jetzt dort aussieht, nicht möglich. Ein solches Problem, sagt Barabo, habe es seines Wissens nach bislang nicht gegeben, doch Hilfe naht in Gestalt des Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer.

Wie dessen Sprecher Marc Giebels auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, müsse in diesem Fall am besten eine gemeinsame Lösung mit dem Schützenverein gefunden werden. „Es hat jetzt wenig Sinn, alles zu planieren und einzusähen, wenn in einer Woche die nächste Rotte einfällt“, sagt Giebels. Und er vermutet, dass eben an dieser Stelle die Wildschweine zum Trinken an den Teich gehen. „Aber natürlich können wir den Bereich kurz vor der Veranstaltung möglichst so herrichten, dass die Elfen tanzen können“, gibt Giebels Entwarnung und bietet gleichzeitig einen Ortstermin an, bei dem Vertreter von Stadtbetrieb und IBSV über das weitere Vorgehen sprechen können.

„Das ist ganz in unserem Sinne,“ meint Wolfgang Barabo. Denn auf die Tradition des Elfentanzes am Rupenteich möchte der IBSV-Oberst nun wirklich nicht verzichten, schließlich wolle man die vielen Besucher, die jedes Jahr am Pfingstmontag zum Ballotsbrunnen kommen, nicht enttäuschen.

Eines können sich die Organisatoren vom IBSV in diesem Jahr auf jeden Fall sparen. Sie brauchen die Tanzfläche für die Elfen vorher wohl nicht zu mähen. „Dabei hatte ich mir den Termin extra rot angestrichen!“, sagt Wolfgang Barabo.

Handlungsbedarf gibt es übrigens auch auf der Alexanderhöhe. Dort müssen vor dem IBSV-Schützenfest Anfang Juli ebenfalls noch tiefe Spuren von Wildschweinen beseitigt werden.

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