Stadtbetriebe

Keine Bürgermeldungen nötig

Alles nur eine Sache der Perspektive? Die Stadtbetriebe nehmen Stellung zum im Sommer in die Dortmunder Straße wuchernden Unkraut und stellen fest, hier sei alles „turnusgemäß bearbeitet“ worden.

Foto: IKZ

Alles nur eine Sache der Perspektive? Die Stadtbetriebe nehmen Stellung zum im Sommer in die Dortmunder Straße wuchernden Unkraut und stellen fest, hier sei alles „turnusgemäß bearbeitet“ worden. Foto: IKZ

Iserlohn.  Im Mittelpunkt der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 27. November steht der Grünschnitt in städtischen Grünanlagen. Hintergrund ist eine Anfrage der UWG-Piraten.

Der Grünschnitt in städtischen Grünanlagen ist am Donnerstag, 27. November, Thema im Umweltausschuss. Das Gremium tagt ab 17 Uhr in den Räumen der AMK an der Giesestraße. Gegenstand ist dabei eine Anfrage der UWG-Piraten, nunmehr liegt eine Antwort der Stadtbetriebe Iserlohn-Hemer vor. Die UWG-Piraten hatten unter anderem gefragt, ob erst Bürger einen Hinweis geben müssten, wo etwas geschnitten werden müsse und ob es hier keinen Plan gebe, wo in welchen Intervallen Pflegemaßnahmen notwendig seien.

Die Situation vor Ort sei wesentlich undramatischer

Die Stadtbetriebe sehen keine Notwendigkeit von Bürgermeldungen. Die Punkte, an denen tatsächlich aus Gründen der Verkehrssicherheit geschnitten werden müsse, seien den Stadtbetrieben bekannt und sie würden auch im erforderlichen Umfang bearbeitet. Das Foto in der Heimatzeitung im Sommer, welches in den Fahrbahnbereich hineinwucherndes Grün auf dem Mittelstreifen der Dortmunder Straße zeigte, kommentieren die Stadtbetriebe so: „Zum Bild im IKZ erlauben wir uns den Hinweis, dass sich die Situation vor Ort wesentlich undramatischer dargestellt hat, als es die Perspektive des Fotos vermittelt hat. Der Bereich wurde turnusmäßig bearbeitet.“

Zu den Bürgeranregungen führen die Stadtbetriebe aus, dass in vielen Fällen ein mit den finanziellen und personellen Ressourcen der Stadtbetriebe sowie den rechtlichen Gegebenheiten nicht korrespondierendes Anspruchsdenken hinter den Wünschen stehe.

Weiterhin wird darauf verwiesen, dass die Pflegearbeiten klaren Revierzuständigkeiten und Pflegeplänen unterliegen würden. Anders seien die vielfältigen Aufgaben auch überhaupt nicht koordinierbar. Und weiter: „In Jahren wie diesem mit stark überproportionalem Wuchs müssen allerdings die Pflegepläne zugunsten von verkehrssicherheits-relevanten Maßnahmen aufgebrochen werden.“ An vielen Stellen habe es einen zwei- bis dreifach höheren Aufwand als in „normalen“ Jahren gegeben. Es habe daher eine Fokussierung auf die Verkehrssicherheit erfolgen müssen. Wenn mehr gewünscht werde, müsse der finanzielle Spielraum der Stadtbetriebe erhöht werden.

Die UWG vermisst weiterhin Blühpflanzen im Stadtbild. Hierzu sagen die Stadtbetriebe, dass das ausschließlich dem Kostendruck geschuldet sei. Die Unterhaltungskosten für Wechselbepflanzungs- oder Staudenflächen würden ein Mehrfaches über denen von Dauerbepflanzung liegen.

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