Industrie

Kirchhoff bleibt auf Wachstumskurs

Die Kirchhoff-Gruppe investiert 2018 international weiter in Technik und Produktionsanlagen. Dazu zählt auch der Standort Iserlohn.

Foto: Privat

Die Kirchhoff-Gruppe investiert 2018 international weiter in Technik und Produktionsanlagen. Dazu zählt auch der Standort Iserlohn. Foto: Privat

Iserlohn.   Kirchhoff-Gruppe mit Stammsitz in Iserlohn investiert weltweit, auch mit Blick auf Elektrofahrzeuge.

Millionenschwere Investitionen in hochmoderne Anlagen plant die heimische Kirchhoff-Gruppe im neuen Jahr. Dazu zählt etwa ein zweites Werk von Kirchhoff Automotive nahe der Stadt Pitești in Rumänien. Derweil arbeitet Kirchhoff in seiner Ecotec-Sparte mit Hochdruck an elektrisch getriebenen Abfallsammelfahrzeugen und umweltschonender Technik.

Für die neue Fabrik in Rumänien will Kirchhoff Automotive rund zehn Millionen Euro investieren. Das 3100 Quadratmeter umfassende Werk soll Ende 2018 in Betrieb gehen. Strategisch wichtig ist für den heimischen Automobilzulieferer dabei die Lage: geringe Entfernungen zu einem Dacia-Werk, ebenso zu einem Ford-Werk in Craiova, überdies kurze Anbindung an eine neu entstehende Autobahn, die Rumänien und Ungarn verbindet.

Wichtiges Zukunftsthema und Wettbewerbsfaktor ist für die Kirchhoff-Gruppe die Elektromobilität. Dies hat Unternehmenschef J. Wolfgang Kirchhoff im November auch bei der Jubilarfeier in Sümmern unterstrichen: „Da sind wir dabei“ – und zwar frühzeitig. Beispielsweise präsentierte die Automotive-Sparte bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im Herbst ein stark beachtetes hybrides Batteriegehäuse aus Stahl und Aluminium, das für unterschiedlichste Elektrofahrzeuge einsetzbar ist.

Innovationen, Umsatz und Beschäftigung

Derweil arbeitet die Ecotec-Gruppe an ökologisch sauberen Antrieben. Mehrere Fahrzeugmodelle sollen bei der IFAT im Mai in München vorgestellt werden – der internationalen Leitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Die Energiekapazität dieser Abfallsammelfahrzeuge oder Kehrmaschinen kann maßgeschneidert für den jeweiligen Einsatz bereitgestellt werden. Hinzu kommt ein weiterentwickeltes System für Luftreinigung (Clean-Option-Technologie), das 2018 präsentiert wird. Diese Technik dient dem Gesundheitsschutz des Personals bei der Müllentsorgung: Partikelwolken, die Asche, Schimmelpilze und Viren enthalten können, werden bei der Entleerung von Mülltonnen der Luft entzogen.

Erfreulich ist bei der Kirchhoff-Gruppe ebenso der Rückblick auf 2017. Der Umsatz über alle vier Geschäftsbereiche – Automotive, Ecotec, Mobility und Witte Tools – stieg um über sechs Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Rund 1,5 Milliarden Euro entfallen dabei auf die Automotive-Sparte. Die Zahl der Beschäftigen stieg für die Gruppe weltweit von 11 500 auf 12 300.

Kirchhoff investierte für Werkserweiterungen in Mexiko, den USA und im polnischen Gniezno. Dort in Polen liefert Kirchhoff Komponenten für den neuen VW Crafter. Am Standort Iserlohn plant Kirchhoff 2018 rund drei Millionen Euro Investitionen für Schweißanlagen. Gemeinsam mit dem Werk in Attendorn werden zudem Komponenten für E-Fahrzeuge produziert.

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