Musik

Lernen und Musizieren mit den Profis

Beim gemeinsamen Abschlusskonzert im Audimax der Fachhochschule Iserlohn traten JazZination als Vorband der WDR-Bigband auf..

Beim gemeinsamen Abschlusskonzert im Audimax der Fachhochschule Iserlohn traten JazZination als Vorband der WDR-Bigband auf..

Foto: Caroline Meffert

Iserlohn.   Nach einem gemeinsamen Workshop standen JazZination und die WDR-Bigband zusammen auf der Bühne

Ein gemeinsames Konzert von JazZination und der WDR-Bigband im Audimax der Fachhochschule Iserlohn rundete jetzt den „Jazz@School“-Workshop erfolgreich ab. Das Aushängeschild der Iserlohner Gesamtschule wurde im Rahmen des Education-Programms der WDR-Bigband bereits zum zweiten Mal von den Berufsmusikern gecoacht. Jetzt konnten die Schüler als Vorband der WDR-Bigband zeigen, was sie von den Profis gelernt haben.

Mit Earth, Wind and Fires „Fantasy“ eröffnete JazZination das Konzert. Und spätestens bei Björn Beiers Eigenkomposition „Lacubana“ blieb niemand mehr ruhig auf seinem Stuhl sitzen. „Was bist du denn für ein krasser Typ?“, fragte Moderator Jean-Philippe Kindler, sichtlich beeindruckt von den Komponierfähigkeiten des jungen Nachwuchstalents. Und auch Dag Beckmann lieferte mit „I Feel Good“ eine stimmungsvolle Nummer ab.

Gemeinsame Workshop-Phase war zu kurz

Danach machten die jungen Musiker die Bühne frei für die Profis. Mit einem zehnstufigen Applaus-Crescendo, anmoderiert von Jean-Pierre Kindler, begrüßte das Publikum die WDR-Bigband auf der Bühne.

Vier Schul-Bigbands hatten am 2. Februar die Gelegenheit, im Funkhaus in Köln mit den Musikern zu arbeiten. Jede Band musste zunächst zwei Songs aus dem eigenen Repertoire präsentieren. Auf dieser Grundlage gaben die Mitglieder der WDR-Bigband innerhalb der einzelnen Sektionen den Nachwuchsmusikern Vorschläge zur Verbesserung. „Der Workshop hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt Timo Stark begeistert. Der junge JazZination-Trompeter profitiert von der Erfahrung der Profis. „Ich habe viel Neues erfahren, neue Spieltechniken kennengelernt, zum Beispiel, wie man seine Luft am besten verwendet. Und sie haben auch Tipps gegeben, was man bei Lampenfieber vor dem Auftritt machen kann“, sagt er. Für seinen Bandkollegen Lukas Lehmann war das Treffen auf die Profis Aufregung pur. „Man hört sonst im Radio, wie die spielen, und dann war das erst mal auch ein wenig einschüchternd.“ Doch die Angst wurde den jungen Musikern schnell von den Profis genommen. Olivier Peters, Saxofonist der WDR-Bigband sagte: „Die Jugendlichen sind erst mal gehemmt, und dann versucht man die ein wenig wach zu rütteln. Aber nachdem der Damm gebrochen war, hat alles sehr gut geklappt.“

Torsten Maaß ist als Gastdirigent für das Konzert hinzugestoßen. Am Workshop selbst war er nicht beteiligt, doch das Feedback über den gemeinsamen Probentag ist bei ihm angekommen. Für die Schüler sei es eine außerordentliche Gelegenheit gewesen, mit den internationalen Musikern zusammenzuarbeiten.

„Der Workshop war relativ kurz. Mein Eindruck war, dass die Teilnehmer nicht genug bekommen konnten“, erklärte er. Dennoch empfindet der Berufsmusiker es als wichtig, Workshops an den Schulen durchzuführen. „Je früher man wichtige Dinge lernt, desto besser. Wenn man sich früh falsche Techniken aneignet, ist es schwer das wieder rauszubekommen.“ Auch Olivier Peters empfand das Aufeinandertreffen als einmalige Begegnung. Er fügte hinzu: „Das ist eine schöne Sache. Zu meiner Zeit gab es noch keine Bigbands an den Schulen.“

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