Umweltausschuss

Lindenhaus-Verein übernimmt

Stefan Mertens und Lisa Hähn von der Natur-Spiel-Werkstatt Lindenhaus stellten im Umweltausschuss ihren Verein vor.

Stefan Mertens und Lisa Hähn von der Natur-Spiel-Werkstatt Lindenhaus stellten im Umweltausschuss ihren Verein vor.

Foto: Ralf Tiemann

Kalthof.  „Grünes Klassenzimmer“: Umweltausschuss unterstützt Trägerwechsel.

„Jetzt geht die Arbeit für uns erst richtig los“, sagt Stefan Mertens von der Natur-Spiel-Werkstatt Lindenhaus. Der Trägerverein betreibt bereits den Landkindergarten in Grürmannsheide. Der Umweltausschuss hat sich jetzt dafür ausgesprochen, den Verein beim Umbau des „Grünen Klassenzimmers“ auf dem Stiftungshof in Kalthof zu einem außerschulischen Bildungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu unterstützen.

„Darüber sind wir sehr glücklich“, sagt Mertens. Und das gilt offensichtlich nicht nur für ihn und seinen Verein, sondern auch für nahezu sämtliche Iserlohner Ratsfraktionen, die sich im Vorfeld der Sitzung, die in der Scheune des Stiftungshofes stattfand, vor Ort ein Bild von dem neuen Konzept gemacht haben. Bei der Abstimmung gab es nur eine Enthaltung seitens der „Blauen“, die sich in dem Prozess wohl übergangen fühlten.

Wie Stefan Mertens erklärt, habe es schon seit langem personelle Überschneidungen zwischen dem Lindenhaus und dem Naturschutzbund MK gegeben sowie eine starke Nutzung des Angebots auf dem Stiftungshof seitens des Landkindergartens. Als bekannt geworden sei, dass der Nabu die Bildungsarbeit nicht fortführen würde, habe man sich darum beworben. Erforderlich sei dafür eine Zertifizierung nach „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), die die Vorteile hat, dass das künftige Angebot des „Grünen Klassenzimmers“ an das Curriculum der weiterführenden Schulen angelehnt ist und Ausflüge zum Stiftungshof somit keine Wandertage, sondern anerkannter Unterricht sind, und dass das Projekt durch das Land, das eine eigene BNE-Agentur betreibt, gefördert wird.

Darum ging es nun auch im Ausschuss. Denn die künftige, generationenübergreifende Natur- und Umweltbildung erfordert neben ehrenamtlichem Einsatz auch umweltpädagogisches Personal, was der Verein wiederum zunächst aus eigenen Kräften nicht finanzieren kann. Der Ausschuss bewilligte einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro und sicherte zudem den zehnprozentigen kommunalen Anteil in Höhe von 8000 Euro zu, wenn das Land eine Förderung in Höhe von 80.000 Euro genehmigt.

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